Auf dem Flur musste sich Charlie Tinas Kritik stellen. Das forsche Mädchen sparte nicht damit:
„Du bist ja ‘ne schöne Heulsuse, Charlie! Hast gejammert, als ob dich die Streich gegrillt hätte.
Dabei haste nur ein paar hintendrauf gekriegt. Mir hat sie ja richtig den Arsch gestriemt!“
Charlottes Kopf leuchtete fast so rot wie ihr frisch versohlter Popo. Das Ganze war ihr sehr unangenehm. Hoffentlich erzählte es Tina nicht den anderen Mädchen! Charlie bat sie, den peinlichen Auftritt für sich zu behalten. Sie entschuldigte sich sogar, weil sie sich so anstellte.
„Tut mir leid, Tina, dass ich gekniffen hab. Bitte sag den Mädels nicht, wie ich mich aufgeführt hab.“
Tina küsste sie auf den Mund. Als sich ihre Lippen von Charlies lösten, versprach sie es ihr unter einer Bedingung. Charlotte musste sich um Tinas wunde Kehrseite kümmern. Sie war damit einverstanden.
Auch Werner und Hannes kamen nicht ungeschoren davon. Auf dem Jungeninternat herrschten ähnliche Sitten wie auf Schloss Ruteberg. Hannes sorgte sich um Charlotte. Er spürte, dass sie am meisten unter einer Züchtigung litt. Dass ihr süßer Popo ähnliche Zeichen aufweisen könnte wie sein eigener Allerwertester, wollte er sich kaum vorstellen. Die Ungewissheit machte ihn kirre. Er war wütend, weil Erwin nicht die Klappe gehalten hatte. Hannes hätte die Mädchen nie verraten. Es war herrlich gewesen, als sie ihn dort unten anfasste. Hannes Glied versteifte sich bei dem Gedanken daran. Das Erlebnis konnte ihm keiner nehmen und er fand, dass es die Rohrstockstreiche wert war.
Charlotte löste indessen ihr Versprechen ein. Tina reckte ihr die Kehrseite entgegen, auf der die sechs Striemen deutlich zu sehen waren. Charlie bedauerte ihre Freundin, spürte aber auch einen Anflug von Neid. Tina war so mutig, während sie sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte. Vorsichtig befühlte sie die Erhebungen. Wie es wohl war, wenn einen der gelbe Onkel besuchte?
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