Kopfkino in der Sauna

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Kopfkino in der Sauna

Kopfkino in der Sauna

Anita Isiris

In dem Moment verliess einer der Käfer mit halb erigiertem Schwanz seine Sitzbank direkt Sophia gegenüber. Er hatte sich an ihrer Möse offenbar satt gesehen. Mit Herzklopfen nahm Sebastian seinen Platz ein. Er war intelligent genug, eine Weile lang ins Leere zu blicken – so lange, bis sich Sophia an seine Anwesenheit gewöhnt hatte. Erst dann würde er langsam den Kopf wenden und ins Paradies blicken. Über ihm fuhr eine Kamera durch einen kanadischen Wald und zeigte ihn in Herbstfarben. Die Kamera führte dorthin, wo Sophias Gedanken und Träume gerade waren. Liebend gerne hätte sie sich in einen Van gesetzt und wäre einfach losgefahren, am Liebsten nach Alaska, wo das Leben noch gespürt werden konnte – weg vom Seifenblasenleben einer Deutschlehrerin mit Werbepost im Briefkasten, Zalandopaketen vor der Haustür und einem Schnarchepeter als Ehemann. Doch, Sophias Träume waren auch sexuell gefärbt. Sie träumte sich in die Arme eines Holzfällers, eines Mannes, der ihr gemeinsames Haus selber erbaute und auch bei tosendem Regen aufs Dach kletterte, um Ziegel zu reparieren. Ein echter Kerl halt, einer mit einem Schwanz aus purem Stahl. So einem würde sie sogar das Schnarchen verzeihen. Sie würde ihm Steaks braten, so gross wie Autotüren, und Spiegeleier, die mit der Sonne um die Wette glänzten. Ja, und er würde sie nehmen dürfen, ihr ins Fleisch greifen, während sie am Herd stand und in der Grütze rührte.

Sebastian entging das Glitzern zwischen ihren Beinen nicht. Er konnte kaum mehr an sich halten und verdeckte seine Blösse mit einem Badetuchzipfel. Dann knipste er sein Kopfkino an. Er stellte sich vor, Sophias Hände würden sich ihrem Bauch entlang tasten und zwischen den Beinen verschwinden. Es soll ja Frauen geben, die zum Masturbieren beide Hände benutzen, in geschickter, liebevoller Koordination. Der Herbstwald über ihnen wandelte sich zu einem Ozean mit sanften Wellen, dann zu einem Dünenstrand. Sophia atmete tief durch; ihr Bauch hob und senkte sich. Dann winkelte sie ihre Beine noch etwas mehr an, nur ein ganz klein wenig, aber doch genug, dass sich ihre Labien öffneten. Dieses feuchte, lieblich glitzernde Rosa! Sophias Damm. Auch ihren Anus erahnte Sebastian. Wie es wohl sein würde… dort seinen Zeigefinger hinein zu schieben?

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