Dann veränderte Sophia ihre Position. Sebastian hielt den Atem an – sie machte Dehnungsübungen, legte sich dazu auf den Bauch, begab sich in den Vierfüssler… und streckte ihm ihren runden Hintern entgegen. Was für eine Zaubermuschi! Wie nahezu alle Männer sammelte auch Sebastian Pornos auf seinem Smartphone. Mittlerweile hatten seine gesammelten Fotos und Movies ein Terabyte bereits überschritten. Aber so eine heisse Möse hatte er noch nie gesehen. Sophia drückte das Kreuz durch. Machte Atemübungen. Sebastian wurde schwindlig ob der überirdischen Schönheit ihrer Bewegungen. Da war nichts Vulgäres, das seinen Gedanken anhaftete. Nur reine, kristallklare, mesmerisierende Schönheit. Die Schönheit des weiblichen Geschlechts. Sebastian musste nun dafür sorgen, dass dieser Anblick direkt den Weg in sein Herz fand. Es herrschte, wie in jeder Sauna, ein gut nachvollziehbares allgemeines Smartphone-Verbot – und das mochte wohl auch der Grund sein, warum Sophia sich derart schamlos räkelte: Sie fühlte sich sicher. Geschützt auch durch das #metoo Bewusstsein. Der junge Kerl, der mit ihr den «wood and nature» Bereich teilte, konnte ihr auf keine Art gefährlich werden. Sie konnte sich also frei bewegen – so, als wäre sie allein. Ein herrliches Gefühl. Was der Typ, der sie immer wieder mit seinen Blicken streifte, mit seinen aufgewirbelten Molekülen machte, konnte ihr Problem nicht sein.
Sebastian nahm an der Decke über sich den Herbstwaldfilm war, die fahrende Kamera – und gleichzeitig Sophias Arsch, auf dem sich jetzt kleine Schweisstropfen bildeten. Er schloss die Augen und stellte sich die dunkelhaarige Sophia mit ihren elegant geschwungenen Schultern, den kecken Brüsten und ihrem erregenden Hintern vor, er stellte sich vor, sie beide würden Hand in Hand durch einen kanadischen Wald spazieren. In Sebastians Kopf spielte Musik. Der Titel von Paul McCartney. «Hand in hand». Irgendwann würden sie vom Weg abkommen, sich womöglich mitten in der Herbstlandschaft verirren. In Sebastians Gedanken lehnte Sophia sich verführerisch an einen Baum, lächelte ihm zu, forderte ihn auf. «Zieh mich aus». Sebastian knöpfte Sophias Mantel auf, sie liess ihn sich über die Schulter gleiten. Ein Sonnenstrahl brachte ihr lockiges Haar zum Leuchten. Sie zog sich ihren roten Häkelpulli über den Kopf – ein Pulli, der ihr farblich sehr gut ins Gesicht stand und die Herbstfarben im Wald auf wundersame Weise ergänzte. Die Bluse. Das Unterhemd. Der BH. Sebastian hielt die Augen noch immer geschlossen, atmete ruhig. Irgendwann war Sophia so weit, dass sie vor ihm auf den bunten Herbstblättern kniete – im Vierfüsslerstand, so, wie er sie soeben gesehen hatte. Sie drückte ihr Kreuz durch, und Sebastian konnte nicht mehr länger an sich halten. Mit fahrigen Bewegungen zog er seine Hose aus, befreite seinen Tiger. Dann öffnete sich die junge Frau seinem Vorspiel. In seinen Vorstellungen leckte Sebastian die nackte Sophia an ihrer empfindlichsten Stelle, so, als befände er sich allein in einer Konditorei. Dieser Duft nach Vanille. Er tauchte in Sophia ein, erkundete mit der Zunge ihr Liebesloch.
Minuten später zog er sich, noch immer am Träumen, zurück, richtete sich auf… und öffnete kurz die Augen.
Der Platz, an dem Sophia sich soeben noch auf der Holzbank im «wood and nature» geräkelt hatte, war leer.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.