Der Korridor

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Der Korridor

Der Korridor

Anita Isiris

Marisa war geschockt von der vulgären Art des Arztes, den sie bisher als sehr kultiviert, feiner Manieren kundig, kennen gelernt hatte. Den würde sie keineswegs an sich ranlassen. Keineswegs. Aber was sollte sie tun in ihrer misslichen Lage? Wortlos reichte Luzifer, der Koch, dem Arzt einen güldenen Dildo. Selbst im Dunkeln erkannte Marisa das Lustinstrument, befand sich doch in ihrer Nachttischschublade ein ähnlich aussehendes Spielzeug. Sie nutzte ihren Vibrator allerdings äusserst selten. Viele ihrer Kolleginnen waren im Besitz eines Dildos, wie sie sich lachend in den Kaffeepausen anvertrauten – aber die Inspiration zur Nutzung fehlte den meisten – an wen hätten sie denn „dabei“ auch denken sollen? Der Alltag der „Heimschwestern“ bestand ja vorwiegend aus Frühaufstehen, harter Arbeit, kurzen Mittagspausen und Überzeit – die freien Tage verbrachten die meisten mit Lesen, Schreiben, mit dem mp3 Player im Park oder bei den Eltern und Geschwistern. Marisa erging es nicht anders; sie freute sich auf die freien Wochenenden mit Lucia, ihrer drei Jahre jüngeren Schwester. Dann zuckte sie zusammen. Dr.

Morosoli spuckte gezielt zwischen ihre Schamlippen, wohl um sie etwas anzufeuchten. Marisa empfand das als sehr demütigend, und sie realisierte, dass sie vollkommen ausgeliefert war. „Lass mich das machen“, meldete der Koch sich zu Wort und drängte den Arzt beiseite. Mit seinen gepflegten, weichen Fingern ertastete er Marisas offene Fut und lächelte ihr zu. Marisa entspannte sich ein wenig, irgendwie nahm dieser Mann ihr die Angst. „Gut so, hm?“ fragte er und streichelte vorsichtig Marisas Bauch. In kreisförmigen Bewegungen arbeitete er sich nach unten, verweilte an der Schamhaargrenze und schob den Mittelfinger zwischen die Schamlippen der Krankenschwester. Diese bäumte sich auf – und sank wieder in sich zusammen. „Siehst Du, Doktorchen, so macht man das“, meldete der Koch sich triumphierend zu Wort.

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