Er wusste nicht, wie ihm war, unklar, wie er sich verhalten sollte. Die Entscheidung nahm uns die Kapelle ab, die unverzüglich wieder die üblichen beliebten Foxtrott-Schieber nachsetzte. Wir schüttelten beide grinsend den Kopf und waren uns einig, dass wir das lassen.
Als er mich zum Tisch zurückgeleitete, bemerkte ich schon, dass es auffällig ruhig war und einige uns mit großen Augen anstarrten. Ich genoss es im Stillen, setzte mich ohne sie zu beachten, und beantwortete die Frage der Damen am Tisch nach meiner für sie überraschenden Begabung nur beiläufig, so dass das Thema nicht vertieft wurde. Mein Tanzpartner setzte sich, ignorierte ein paar blöde Kommentare und versuchte zu verbergen, was ihm durch Kopf und wohl auch Lenden ging, indem er sich an banalen Alltagsthemen versuchte, die ihm sonst eigentlich immer auf den Nerv gingen. Mir war das durchaus zum Gefallen, dass er angesprungen war auf meine körperliche Nähe und unser unbeschwertes Zusammenwirken. Der Tanz ist eben wahrlich ein sinnliches Erleben zwischen Mann und Frau.
Es kam, wie es meistens kommt bei solchen Veranstaltungen. Die Nüchternen mussten Verantwortung übernehmen für die, die zwar mit dem Auto gefahren waren und eigentlich auch andere nach Hause bringen sollten, jedoch das eigene Fassungsvermögen überschätzten. Es wurden Schlüssel abgenommen und die Leute auf die noch Fahrtüchtigen verteilt. Ich hatte K. frühzeitig gebeten, mir mit seinem Auto zu folgen, da ich meinen Stellvertreter, der eigentlich angeboten hatte, mich an diesem Abend zu chauffieren, in seinem Wagen nach Hause bringen musste.
Wir fuhren also ans andere Ende der Stadt, um unseren Schützling bei seiner amüsierten Gattin abzuliefern. Ich stieg bei K. ein und wir fuhren in die von mir vorgegebene Richtung. Es war eine eigenartige Situation, wir plauderten erstmals vollkommen ungezwungen, waren uns in vielem einig, lachten, spotteten.
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