„Ja bitte beides, ich bin eine ganz süße!“ Dabei lächelte sie so zauberhaft, dass ich meine Erwiderung über ihre Zweideutige Antwort runter schluckte.
„Ja, du bist eine sehr süße Kratzbürste!“, konnte ich mir aber nicht verkneifen.
Mona schaute mich überrascht an: „Wie meinst du das?“
Ich lächelte sie an. „Na, unsere erste Begegnung ist etwas anders abgelaufen als ein normales `Kennen-Lernen´! Ich habe dich für eine ziemliche Kratzbürste gehalten. Zum Glück hat sich das etwas gewandelt.“
„Inwiefern hat sich das gewandelt?“, hakte sie nach.
Wieder verzog sich mein Mund zu einem spöttischen Grinsen: „Jetzt bist du nur noch süß!“
Sie schaute mich nachdenklich an: „Es tut mir leid, dass ich dich so angefahren habe. Hinterher musste ich herzlich überdeine Reaktion lachen, dass dein Rad sich den falschen Platz für die Panne ausgesucht hätte.“
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, du hattest ja recht! Es war die engste Stelle auf dem Fußweg und du warst sicher voller Adrenalin wegen deiner neuen Wohnung und ich war verärgert wegen der Panne. Ich hatte vorher gerade meinen Lieblingsbecher voller Erinnerungen, hier auf dem Fliesenfußboden zerdeppert und wollte meinen Frust mit einer Radtour abbauen. Ich war auch nicht nett zu dir!“
Ich holte die Milch aus dem Kühlschrank, stellte Zucker hin und die Dose mit dem Süßstoff. Ich legte noch einen Kaffeelöffel dazu. „Hast du überhaupt schon Gefrühstückt? Sicher nicht!“, stellte ich bei mir fest.
Mona schaute mich verdutzt an, doch bevor sie ablehnen konnte hatte ich zwei Scheiben Tost in den Toaster getan und ihr ein Frühstücksbrett hingelegt. Aufschnitt, Käse sowie Marmelade, Frischkäse und Honig standen von meinem Frühstück noch auf dem Tisch, weil ich ja unterbrochen worden war.
Der Toast war fertig, ich legte ihr eine Scheibe hin und setzte mich auf die andere Seite des Tisches.
„Guten Appetit!“
Doch Mona rührte sich nicht, schaute nur auf ihr Toastbrot.
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