Krimidinner

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Krimidinner

Krimidinner

Alina Soleil

Mir wird schlagartig klar, dass es von Anfang an nie um eine Kriminalgeschichte ging, oder darum, ein Rätsel zu lösen, sondern immer nur um mich. Um etwas, das tief in mir verborgen ist, etwas, das ich selbst noch nicht verstehe, etwas, das erst durch das, was gleich passieren wird, was auch immer es ist ...
„Isabel!“, reißt mich Damien aus meinen Gedanken. „Schau mich bitte an, schau mir ganz tief in die Augen.“

Ich habe mal gelesen, dass Menschen, die bei Bühnenshows hypnotisiert werden, gar nicht wirklich in Trance verfallen, sondern meist sehr genau mitbekommen, was mit ihnen passiert. Sie essen Zwiebeln wie süße Äpfel oder gackern wie irre Hühner, nur deshalb, um den „Magiern“ nicht den Auftritt zu vermasseln.

Auch ich bin weit davon entfernt, die Besinnung zu verlieren. Ich sehe alles ganz klar. Könnte jederzeit damit aufhören, einfach weggehen.

Aber ich möchte das nicht....
Ich möchte nicht, dass...
Ich…
Ich möchte, dass, ...

Ich möchte das!

Ja, genau. Ich will es. Hier und jetzt!

Weil ich es liebe. Ich liebe die Hände, die mich berühren, meine nackte Haut, die Münder, die mich küssen, überall, wo ist eigentlich mein Kleid hin? Und wieso liege ich rücklings auf dickem, schwarzem Samt? Ach ja, ich erinnere mich, das muss der Tisch sein, bei den Schauspielern, auf der Bühne. Ich bin auf der Bühne.

Sie sind jetzt überall, die weichen Lippen, Hände an meinen Brüsten, ein warmer Mund an meiner nassen Möse, eine nasse Möse auf meinem Mund. Ich reibe mit meinen geschürzten Lippen den dicken Knubbel am Eingang zu dieser wundervollen heißen Grotte, streiche mit der Zunge über geschwollene Labien. Sie riecht so gut, die Frau, die auf meinem Gesicht sitzt. Sie wird gleich kommen, ich kann es fühlen, wie sie zuckt und stöhnt, ihr Saft läuft über meine Wangen.

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