Krimidinner

48 25-38 Minuten 3 Kommentare
Krimidinner

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Alina Soleil

Ich reibe ihn, wild jetzt, bis dicke, weiße Tropfen über mein Handgelenk rinnen. Die Zunge an meiner Pforte ist geschickt, sehr geschickt, ich bin wieder kurz vorm Orgasmus, und wieder wird mir die Erlösung verweigert, weil der Bärtige mich jetzt packt und zu sich hinzieht, und als wäre ich eine Puppe, setzt er mich in einer einzigen, fließenden Bewegung auf seinen harten Schwanz. Vor meinem Gesicht taucht aus dem Nichts ein weiterer Mann auf, er masturbiert, stöhnt laut und ejakuliert vor mir auf den schwarzen Samt.

Und wieder werde ich umgedreht, mit dem Gesicht zum Publikum hin. Ich sitze auf jemandem, sehe nur seine Beine, es muss der Bärtige sein, er hat dieselben, starken Hände. Sein großer Penis füllt mich aus bis zum Rand, mit jedem Stoß küsst er meine Cervix, es ist ein süßer Schmerz, der mich an den Rand des Wahnsinns treibt. Alle können mich jetzt sehen, wie ich mit aufgerichtetem Oberkörper auf dem Mann reite, wie muskulöse Arme mich auf und ab bewegen, als wäre ich federleicht, wie es mich fast zerreißt, jedes Mal, wie meine Brüste wippen, bei jedem Stoß.

Aber ich kann auch sie sehen, die anderen, wie sie mit hochgeschobenen Röcken dasitzen, masturbieren, wie glänzende Glieder gelutscht und gewichst werden. Einige Pärchen vögeln, aber die meisten Gäste machen es sich selbst oder ihren Partnern. Münder lecken Mösen und lutschen Penisse. Hände kneten Brüste oder wichsen Schwänze. Ich bilde mir ein, mitten in dem Treiben Hanna zu sehen, vorneübergebeugt, jemand nimmt sie von hinten, der Größe nach müsste es Hendrik sein. Etwas abseits stehen Ludger und Marion und schauen dem Treiben passiv zu.

Der Bärtige hebt mich von seinem prallen Penis herunter, genau in dem Moment, als er in hohem Bogen abspritzt. Dann setzt er mich neben sich auf den Tisch, einfach so, steht auf und geht.

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Traumhaft

schreibt AnMa

Was für eine, in jeder Hinsicht, traumhafte Geschichte. Alleine schon die Beschreibung des Outfits, lässt vermuten, dass gleich etwas Besonderes geschehen wird. Dann die Stimmung im Saal, ihr Empfinden das mit diesen Absätzen ‘mein Verstand sagt …, meine Lust sagt …, meine Moral sagt …, meine Angst …’ perfekt geschildert wird. Was habe ich mich darüber amüsiert! Und dann wird die Geschichte eigentlich wie zu einem Drehbuch für einen Porno, kommt aber doch nicht so daher. Ich würde es explizit erotisch nennen.Das Ende führt einen wieder zurück in die Realität … oder doch nicht? Egal, man kann nur eines sagen: wunderbar geschrieben und erzählt!

Co-Autor?

schreibt alinasoleil

Liebe Lenni,

vielen Dank für das tolle Feedback, hat mich sehr gefreut :-)
Tatsächlich schreibe ich meine Texte immer allein.
Aber ich nehm die Idee gerne auf und denke mal über Co-Produktionen nach...


Beste Grüße
Alina

Der Vorkoster

schreibt Lenni_D._Blixen

Hallo Alina, sehr schöner Erzählstil. Eine Geschichte, die sich entwickelt wie ein Pfau, der sein Rad langsam entfaltet. Deine Detailverliebtheit gefällt. Hast Du Co-Autoren gehabt? Zumindest, was die Menü-Beschreibung angeht? Da sind doch bestimmt Ali G. oder Björn F. beteiligt gewesen!? Allein die bildhafte Schilderung der Speisenfolge lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Eine Story für Genießer! Kommt in die Favoritenliste! Herzliche Grüße, Lenni

Gedichte auf den Leib geschrieben