Krimidinner

48 25-38 Minuten 3 Kommentare
Krimidinner

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Alina Soleil

Dazu trage ich lange, schmale Handschuhe aus schwarzem Samt, eine schwarze Tasche und einen kleinen Fächer aus dem gleichen Stoff wie der Umhang, bestickt mit silbernen Ornamenten. Ich halte den zwar für unnötigen Schnickschnack, aber er gehört eben zur Ausstattung dazu.

Das komplette Outfit hat mir ein unbekannter Absender ein paar Tage vor dem Event zugeschickt, zusammen mit passender Unterwäsche, was mich zugegebenermaßen etwas irritiert hat. Aber Hanna sagte, es sei alles ganz easy, das wäre nur eine kleine Aufmerksamkeit, ein nettes Geschenk, das ich behalten könne. Das Kleid selbst wäre ja bloß eine Leihgabe, ein Kostüm, speziell für derartige Anlässe, das ich hinterher leider zurückgeben müsse.

Mit der Unterwäsche konnte ich nichts anfangen, der BH passte nicht. Man hatte ihn mir in 80 C geschickt (warum auch immer), ich habe aber 75 B. Nun besitze ich selbst auch ganz schicke Wäsche, aber die trage ich leider viel zu selten. Das heißt, wenn ich ehrlich bin: so gut wie nie. Ich nutzte daher die Gelegenheit und wählte ein Miederhöschen mit Spitze, den zugehörigen BH, sowie halterlose Strümpfe – alles in Schwarz, passend zum Kostüm.

Als ich mich für den Abend schick machte, meine Bikinizone und die Beine rasierte, mich überall mit gut duftender Creme einrieb und anschließend das schwarze Dessous anzog, da hat es in meinem Schoß sehr gekribbelt. Fast hätte ich mir einen schnellen Finger gegönnt, aber die Zeit war mir dann doch zu knapp dafür.

Hätte ich das besser mal gemacht, denke ich jetzt, als ich mein Selfie betrachte und auf Hanna und Hendrik warte, denn seit ich dieses Kleid anhabe, fühle ich mich horny. Überhaupt bin ich schon seit ein paar Tagen ziemlich wuschig, was wohl an meinem Zyklus liegt. Rund um den Eisprung herum könnte ich über jeden herfallen, der auch nur ansatzweise in mein Beuteschema passt.

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Traumhaft

schreibt AnMa

Was für eine, in jeder Hinsicht, traumhafte Geschichte. Alleine schon die Beschreibung des Outfits, lässt vermuten, dass gleich etwas Besonderes geschehen wird. Dann die Stimmung im Saal, ihr Empfinden das mit diesen Absätzen ‘mein Verstand sagt …, meine Lust sagt …, meine Moral sagt …, meine Angst …’ perfekt geschildert wird. Was habe ich mich darüber amüsiert! Und dann wird die Geschichte eigentlich wie zu einem Drehbuch für einen Porno, kommt aber doch nicht so daher. Ich würde es explizit erotisch nennen.Das Ende führt einen wieder zurück in die Realität … oder doch nicht? Egal, man kann nur eines sagen: wunderbar geschrieben und erzählt!

Co-Autor?

schreibt alinasoleil

Liebe Lenni,

vielen Dank für das tolle Feedback, hat mich sehr gefreut :-)
Tatsächlich schreibe ich meine Texte immer allein.
Aber ich nehm die Idee gerne auf und denke mal über Co-Produktionen nach...


Beste Grüße
Alina

Der Vorkoster

schreibt Lenni_D._Blixen

Hallo Alina, sehr schöner Erzählstil. Eine Geschichte, die sich entwickelt wie ein Pfau, der sein Rad langsam entfaltet. Deine Detailverliebtheit gefällt. Hast Du Co-Autoren gehabt? Zumindest, was die Menü-Beschreibung angeht? Da sind doch bestimmt Ali G. oder Björn F. beteiligt gewesen!? Allein die bildhafte Schilderung der Speisenfolge lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Eine Story für Genießer! Kommt in die Favoritenliste! Herzliche Grüße, Lenni

Gedichte auf den Leib geschrieben