Nun, ein, zwei Ausnahmen gibt es, aber die gehören gewissermaßen zur erweiterten Familie.“
Hanna boxt mir in die Seite und flüstert: „Damit meint er uns.“ Ich schaue sie irritiert an, will etwas erwidern, aber Ludger redet weiter.
„Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, diesen Abend für uns alle unvergesslich zu machen. Wir haben sogar extra ein Ensemble von Schauspielern einfliegen lassen, die für uns die Szenen der heutigen Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes … verkörpern werden.“
Die Spiegel hinter der Bühne klappen auf und hervor treten unter lautem Applaus etwa ein Dutzend Männer und Frauen, es sind ganz offensichtlich die erwähnten Akteure. Sie tragen exakt die gleichen Kostüme wie all die anderen Gäste. Es ist, als würden wir uns in ihnen ein weiteres Mal spiegeln.
„Wie immer hat unsere Küche ihr Bestes gegeben und ein vorzügliches Menü für uns vorbereitet. Solltet ihr keinen Fisch oder kein Fleisch mögen, dann gebt bitte den Bedienungen Bescheid. Und wie immer werden die Gänge serviert, während wir den Worten unseres Erzählers lauschen und gemeinsam versuchen, den Fall zu lösen.
Genießt mit mir diesen Abend in allen Facetten. Ich wünsche Ihnen, euch, uns allen einen guten Appetit und eine ... ereignisreiche Nacht.“
Unter langanhaltendem Applaus bringen die Dienstmädchen und Chippendales das Horsd'œuvre, einen kleinen vegetarischen Gruß aus der Küche, der überraschend scharf ist und sofort alle meine Sinneszellen im Mund aktiviert.
Hanna neben mir ist total hibbelig, wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Dauernd ergreift sie meine Hand, sie schwatzt und schnattert, ihr Kopf rotiert von mir zu Hendrik und wieder zurück.
„Und, wie findest du’s, gefällt’s dir?“, fragt sie mich jetzt schon zum xten Mal.
„Es ist ganz wunderbar“, versuche ich, sie zu beruhigen.
Krimidinner
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Krimidinner
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