Zu binden gab es nichts. Als wären seine Augen ein Periskop, verdrehte er sie bis zur Schmerzgrenze und konnte so einen Blick unter Christines kurzes Gelbes erhaschen. Ein blauer Slip. Welch ein Abenteuer!!
Als sie in den Zug stieg, den Styroporbecher vor sich her jonglierend, hatte sie drei Männer hinter sich. Christines Hintern brachte ihre durch die frühmorgendliche Sommerschwüle schon aufgewärmten Hormone vollends zum Kochen. Die drei Männer hatten die Frechheit, sich zu Christine ins 4er Abteil zu setzen. Rundherum wäre noch genug Platz gewesen. Der 60jährige Stefan Richter sass ihr direkt gegenüber, der 25jährige Klaus Berber war neben ihr, und auf dem vierten freien Platz machte es sich Peter Stiner bequem. Viele Männer sind ja nicht gerade für Geschwindigkeit bekannt – die drei liessen sich aber nichts entgehen. Christine, wie sie die Knie übereinander schlug, Christine, wie sie ihr Kleid zurechtrückte, Christine, wie sie ihr Haar öffnete und die bunte Schnalle in den Mund steckte. Gezielte Blicke galten jetzt Christines Achseln. Sie war nicht rasiert – lässt eigentlich die Farbe von Achselhaar immer auf die Schamhaarfarbe schliessen? Derart sommerliche Gedanken schossen durch die Hirne der drei Männer. Wenn Christine doch bloss die Beine etwas öffnen würde, verdammt, nur ein ganz klein wenig… Klaus, der Sandalenmann, wusste wenigstens, dass ihr Slip blau war und hatte somit den andern beiden Kontrahenten etwas an Information voraus. Scheinbar versunken starrten die drei Männer in ihre Tageszeitungen; Christine blickte abwesend aus dem Fenster. Der erste Arbeitstag in Biel… würde sie Kolleginnen finden? Sie war eine Frau, die gerne lachte. Würde es dazu Anlass geben in dieser kleinen Cafeteria, in der sie das nächste Jahr verbringen würde? Der alte Mann ihr gegenüber starrte immerzu auf ihren Bauch. Wie peinlich! Was gab’s da wohl zu sehen?
Kurzes Gelbes
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