Peter Stiner, der ihr diagonal gegenüber sass, gefiel ihr ganz gut. Er mochte so um die 45 Jahre alt sein und hatte Lachfalten. Im Moment schien er ihre Zehennägel zu studieren.
Die dreckigsten Gedanken hatte in diesem Moment Klaus Berber, der neben ihr sass. Er stellte sich vor, die andern beiden Männerim Abteil wären seine Kollegen. Er würde die Initiative ergreifen und ungefragt Christines kurzes Gelbes hochschieben. Viel zu schieben gab’s ja nicht, bei diesem unanständigen Fetzchen Stoff, verdammt. Dann würde er Christine küssen, erst zärtlich, dann fordernd, und den beiden Mitpassagieren einen Blick auf ihre Brüste gönnen. Bewegung würde in Christine kommen, klar. Klaus Berber küsste gut, wie er glaubte. Verdammt gut. Dann, etwas später, würde er sich an ihrem Höschen zu schaffen machen. Es war blau, wie er wusste. Er würde es zur Seite schieben, Christines Scham freilegen – allerdings nur, wenn sie sich nicht wehrte. Er war ein Gentleman. Falls sie sich doch ein wenig wehrte… um so erregender für ihn… Klaus Berber setzte sich kerzengerade hin und verdrängte seine Gedanken an den Missbrauch der Frau neben ihm, die er ja gar nicht kannte. Was war in ihn gefahren? Er war doch nicht einer von denen, nein, keineswegs. Als Freifach-Religionslehrer der Sekundarstufe II war er eine moralische Instanz, dies ermöglichte ihm Status und Honorar.
Peter Stiner hatte eine etwas abartige Präferenz; er bearbeitete Frauen gerne mit Früchten und Gemüse. Heissa, wie geil war es doch, wenn sie auf seinem Küchentisch stöhnten, die Luder, mit Ananasscheiben auf dem Hintern und einer Gurke in der Möse! Es waren meist erfahrene und etwas ältere Frauen, die ihm dieses Vergnügen gewährten. An Mädchen wie Christine war er nie heran gekommen. Um so mehr brutzelte jetzt seine Fantasie. Erst würde er sie mit Margarine einreiben, von oben bis unten.
Kurzes Gelbes
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