Christels Allerwertester sah nicht nur noch immer sehr mitgenommen aus, er erinnerte sie auch bei jedem unbedachten Sitzversuch an das peinliche Ereignis. Kaum hatten Sophie und Christel den Salon betreten, da mussten sie auch schon einen der Stühle bereitstellen. Lady Hamilton setzte sich, während Tamara auf Befehle wartete. „Leg dich über meine Knie, du schludriges Mädchen. Es wird Zeit, dass ich dich an deine Pflichten erinnere!“ Sophie, Agnes und nicht zuletzt Christel waren gespannt, wie es nun weiterging. Tamara gehörte nicht nur zu den hübschesten Frauen in Myladys Haushalt. Sie besaß auch barocke Rundungen, die sie selbst unter ihrer vornehmen Kleidung nicht gänzlich verbergen konnte. Mylady legte Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Sie scheute keine Kosten, wenn es um die Garderobe ihrer Mädchen ging. Nun machten sich ihre schönen Hände an Tamaras Röcken zu schaffen, die sie sorgfältig aus dem Weg räumte. Die drei Zuschauerinnen beobachten alles genau. Agnes kribbelte die Kehrseite, als Mylady Tamaras Höschen abstreifte. Tamaras blanker Popo wucherte mit seinen Reizen, die einer klassischen Venus zur Ehre gereicht hätten. Lady Hamiltons Wut zeigte sich darin, dass sie von Anfang an zu einer Haarbürste griff, statt wie bei Christel zuerst einmal mit der flachen Hand zu beginnen. Der Brief, der nun verspätet bei seinem Adressaten eintreffen würde, war Mylady sehr wichtig. Er enthielt Geburtstagsglückwünsche, die ihrer besten Freundin Lady Greene galten. Da diese nun zu spät ankamen, erzürnte Mylady über alle Maßen. Tamaras dicker Po musste dieses Versäumnis büßen. Es klatschte ununterbrochen, bis Lady Hamilton mit der Farbe des tiefrot gefärbten Hinterns einverstanden war. Nach dieser eindrücklichen Strafe dachte die Hausherrin eigentlich, dass ihre geläuterten Mädchen daraus für die nahe Zukunft gelernt hätten.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.