Ich stand neben ihr, wagte kaum, ihm in die stahlblauen Augen zu sehen. Er wirkte sauer.
„Spinnt ihr ein bisschen? Leute haben sich bei mir beschwert, dass ihr Sex miteinander habt. Ich werde euch jetzt des Bades verweisen und zwar für das nächste, halbe Jahr. So geht’s ja nicht!“
Lana zog eine Schnute, wirkte richtig enttäuscht. Sie war fast jeden Tag hier und ein Hausverbot in der Therme schien sie richtig zu treffen. Mir war es nicht so wichtig, eher dass wir hier schnell verschwinden konnten. Ich hatte aber nicht mit Lanas spontanen Einfällen gerechnet.
„Könnten sie nicht ein Auge zudrücken? Es tut uns leid, dass wir solch ungehörige Sachen gemacht haben. Gibt es denn keine andere Möglichkeit, wie wir um das Hausverbot herumkommen können?“
Der Mann überlegte, musterte Lana dabei unverhohlen. Er hatte die Sechzig bestimmt schon überschritten, machte aber noch immer einen sehr sportlichen Eindruck. Dann sah er uns beide abwechselnd an, ehe er seinen, in meinen Ohren ungeheuerlichen, Vorschlag machte. Lana aber
lächelte, als er damit herausrückte. „Hmm, es gäbe vielleicht einen Weg.“, raunte er mysteriös.
„Aber ihr müsst euch beide damit einverstanden erklären! In meiner Jugend wurden solche Vorfälle recht einfach und unorthodox gehandhabt. Wenn da ein Junge mit seinem Mädel erwischt wurde, ging‘s erst mal ins stille Kämmerlein. Ihr wisst schon, in das Büro des Bademeisters. Dann gab es zwei Möglichkeiten. 1. Hausverbot für mehrere Monate. Wollte das Pärchen lieber weiter zum Schwimmen gehen, kam die 2. Möglichkeit ins Spiel…“ Lana fiel ihm ins Wort, was ich für keine so gute Idee hielt. „Was ist denn die 2. Möglichkeit?“ Jetzt grinste er fast ein wenig hämisch.
„Na ja, junge Dame, das kannst du dir natürlich nicht denken. So was ist heute absolut verpönt!
Also, die 2. Variante hieß, dass der Junge und das Mädchen vom Bademeister versohlt wurden.
So, jetzt wisst ihr es!
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