Lanzarote

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Lanzarote

Lanzarote

Daryan Altero


Miguel drückte mich auf die Sitzbank, seine Hände zerrten an meinem Anzug, zogen ihn übe meine Hüfte, über meinen Po. Dann löste er den Kuss, um ihn über meine Beine zu ziehen – meine letzte Chance.
Der Anzug rutschte über meinen rechten Fuß, dann über meinen linken. Deutlich sah ich sein Glied, wie es sich hart gegen den Stoff des engen Badeslips abzeichnete. Flüchtig sah ich mich um, wo war das Paar?
Hände, die meine Beine auseinander schoben. Zwei herrenlose Glieder, die doch eigentlich Widerstand leisten sollten. Flammen, dort, wo Miguel mich berührte. Ein plötzliches Verlangen, ihn zu spüren, ihn in mir zu spüren. Jetzt, hier, auf diesem Boot…
Fassungslos wurde ich zur Beobachterin meiner selbst. Dieser mir fremden Frau, die ihrem Tourguide verfiel… Die sich ihm hin gab… Hände auf mir, auf meinem Körper, auf meinen nackten Brüsten… Mit jeder Millisekunde, die verstrich, wurde Miguel fordernder, verlor bald das letzte bisschen Zurückhaltung, schob sich auf Knien zwischen meine Beine, griff nach meinen Brüsten – es tut mir leid Tim.
Dann küsste mich Miguel zum zweiten Mal. Seine Zunge drang zwischen meine Lippen und ich vergaß, dass ich gerade dabei war, meinen Freund zu betrügen. Ich vergaß das Pärchen, das uns hier erwischen könnte. Ich vergaß die Welt.
Rücklings drückte mich Miguel auf die Sitzbank und ich seufzte als er über mich kam, als er die Schleifen meines Bikiniunterteils löste. Der Stoff fiel und hinterließ ein leichtes Kitzeln auf meiner Scham, ehe das Gefühl ausgelöscht von etwas Stärkerem ausgelöscht wurde: Von fremder Haut. Von einem Pochen an meinem Innenschenkel. Druck auf meinem Schambein… An meinen Lippen. Es ging so schnell – es ging nicht schnell genug.
Ich drängte mich Miguel entgegen. Ein Gefühl von Dehnung. Ein Keuchen an meinem Ohr – er drang in mich. Und während er tiefer und tiefer in mich vorstieß, wurde aus seinem Keuchen ein Stöhnen. Schauer fuhren durch meinen Körper wie die Böen eines Sturmes. Fuck! Es gab nichts besseres als einen stöhnenden Mann.
Miguel verharrte kurz. Dann stieß er zu und ich spürte seine gesamte Länge in mich gleiten. Noch mehr Schauer. Ein langgezogenes "Aaah" entwich meinen Lippen – kaum, dass Miguel sie frei gab. Er biss in meinen Hals und begann mich im Takt des schaukelnden Bootes zu stoßen: Zu dem Klatschen der Wellen gesellte sich das Klatschen unserer nackten Körper.
Meine Wahrnehmung schmolz auf das schaukelnde Blau des Himmels zusammen, auf das Stöhnen des fremden Spaniers über mir und auf seinen harten Schwanz – in mir.
Würde er in mir kommen? Bei dem Gedanken fuhr ein Zittern durch meine Beine, bis in meinen längst rhythmisch krampfenden Unterleib. Es war so unglaublich falsch, es… Oh Gott…"
"I gonna cum", hauchte Miguel gequält in meine rauschenden Ohren.
Ich krallte mich in seinen Rücken, grub meine Nägel tief in seine Haut. Der Himmel, das Boot, alles drehte sich, verschwamm - während sich das Sperma meines Tourguides in mir verteilte…
Miguel küsste meine Stirn, dann stand er auf und zog sich seine Badehose an. Der Zauber brach. Nach einem kurzen Blick auf seine Uhr, schaute er zu der einsamen Felsnadel und mit ausschweifenden Bewegungen zu winken. Das Ende des Ausflugs…
Ich sah an mir herab, sah den weißen Fleck, der sich unter meinen aufklaffenden Schamlippen bildete… Was hatte ich getan?

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Wow

schreibt grauhaariger

Stark formulierter Text!

Gedichte auf den Leib geschrieben