So hatte sie ihn lediglich dezent zwischen seinen Beinen stimuliert, wie die Männer es halt so lieben und es der begatteten Dame stets nur unter Verrenkungen möglich ist. Als Layla sich mit Kusshand entfernte, zwinkerte sie ihr noch gut gelaunt zu und ermöglichte ihr dann die Flucht.
Agnes hatte die Szenerie in der Striptease-Bar vom Eingangsbereich aus interessiert beobachtet und nun kam Layla direkt auf sie zu. Ihr freundlicher, fröhlicher Blick hielt ihrem relativ lange stand, dann senkte sie ihn doch kurz und lächelte tatsächlich ein wenig verlegen, als sie an ihr vorbeischritt. Agnes verließ den Vorführraum, folgte Layla in die Lounge und lud sie ein zu einem Glas Champagner an der Theke.
Schnell kamen sie ins Gespräch und plauderten über sich und Gott und die Welt. Sie war Agnes auf Anhieb sympathisch und sie wies sie darauf hin, dass hier immer qualifizierte Mitarbeiter für das Management gesucht wurden. Terminplanung, Service und Buchhaltung unterschieden sich bei ihnen nicht wesentlich von der in üblichen Beherbergungsbetrieben.
Das Angebot fand Layla interessant, und ein paar Wochen später kam sie ernsthaft darauf zurück. Jetzt aber hatten sie einfach eine Menge Spaß zusammen und Layla störte sich gar nicht daran, dass
ihr eigentlich charmanter Begleiter und Sponsor ein wenig muffig und unentschlossen ihre Aufmerksamkeit wiederzugewinnen versuchte.
Äußerst liebenswürdig, so dass er ihr einfach nicht böse sein konnte, schickte sie ihn noch mal ins Geschehen um seine Unternehmer-Clique, der Termin hier sei ja gewissermaßen halboffiziell. Sie habe die allseitige Bewunderung, das Schmachten und neidvolle Begehren sehr genossen und fühle sich nun zu Weiterem nicht verpflichtet, denn sie sei nur einer Einladung gefolgt, auf den äußerst privaten Charakter ihrer Anwesenheit lege sie großen Wert. Ihr sei Spaß in Aussicht gestellt worden, den habe sie in der einen Form gehabt und habe in jetzt nach eigener Wahl weiterhin.
Er verstand, schmunzelte wieder und zog ab. Was sollte er auch erwarten, schließlich hatte sie sich von ihm ficken lassen. Sie war eine Begleitung aus freiem Entschluß und hatte sein Image vor seinen Begleitern damit schon mächtig aufpoliert. Und eine für freien Eintritt preiswert angeheuerte Hostess wollte sie nicht sein. Nein, sie war nicht zickig, ihr war ihre Selbstachtung wichtig, das war deutlich. Besser, sie nicht zu verärgern, dann waren vielleicht weitere gemeinsame Abenteuer möglich.
*
Mit einem lasziven Augenaufschlag grüßte Claudia Agnes im Vorübergehen und strebte dem Raum zu, den sie Thronsaal nannten.
Kommst Du mit? fragte sie Layla. Das hier wird sicherlich interessant, raunte sie mit gekonnt gefährlichen Unterton in der Stimme.
Die Herausforderung amüsierte Layla. Vergnügt warf sie den Kopf in den Nacken, Warum nicht? und hopste von ihrem Barhocker. Sie hängte sich ein bei Agnes und sie folgten Claudia. So konnte sie gleich mal sehen, was sie hier so alles erwartete.
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