Le miroir

6 7-11 Minuten 0 Kommentare
Le miroir

Le miroir

Anita Isiris

Walter hielt inne und öffnete einen kleinen Schrank, die sich in Reichweite seines Armes befand. Dann hielt er eine Body Lotion in der Hand. Marokkanische Rosen. Der Duft marokkanischer Rosen war dieser edlen Crème beigemengt. Christine lächelte verträumt, als Walter ihre weisse Hose nach unten schob. Stumme Einwilligung? Walter war viel zu erregt, um sich dazu weitere Gedanken zu machen. Er musste diese Frau erforschen, und seine Aktivitäten vielfach in all den Spiegeln verfolgen.

Der Spiegel entblösst. Le miroir enthüllt.
Der Spiegel entzaubert. Le miroir verzaubert.
Es war ein wirklich geiles Spiel, was die beiden da trieben, und, endlich, war Christine untenrum nackt. Ihr Hintern war ein Gedicht. Rund, Prall. Appetitlich. Er passte perfekt in Walters Beuteschema. Christine schüttelte ihre schwarzen Locken und lockte mit leisem Stöhnen, als Walter sich daran machte, ihr die Rosenlotion einzumassieren. Er ging geschickt vor und hatte die sensiblen Finger eines Pianisten. Sorgfältig tastete er sich zum Anus der Serviererin vor und liess seine Mittelfinger an der sensiblen Stelle ruhen, so, als wollte er Christines Einwilligung abwarten. Sie hatte ein traumhaft schönes Poloch, rosa, mit feinen Fältelungen. “Mach weiter”, flüsterte Christine. “Mach mit mir, was Du willst.” Das liess sich der Analfetischist nicht zwei Mal sagen und drang mit dem Daumen der rechten Hand in Christines Intimsphäre ein. Wie eng sie da war... Christines abwesender Blick galt den Spiegeln. Aux miroirs. Was sie sah, gefiel ihr. “Gefällt Dir, was Du siehst?”, fragte sie Walter. “Mhm”, brummte dieser und schob den Daumen vor und zurück, vor und zurück.

Der Spiegel entblösst. Le miroir enthüllt.
Der Spiegel entzaubert. Le miroir verzaubert.

Christines schwarzes Haar, das über ihre Schultern wallte, wirkte göttlich, ebenso der Verlauf ihrer Wirbelsäule unter dem weissen T-Shirt. Christines nackte Arme. Christines Hüften. Christines kleiner Busen im Seitenprofil. Walter aber interessierte sich nur für ihren Anus.

“Was machst Du da?”, stöhnte Christine und zog ihre Beckenbodenmuskulatur zusammen. Walter war strunzgeil und widmete sich ganz seinem Fingerfick. “Hast ein heisses Poloch, Süsse”, war so ziemlich das Literarischste das er hervorbrachte. Vergessen waren abgestürzte Börsenkurse, marode Schweizer Banken und das aufgelöste Bankgeheimnis. Walter wollte nur noch Anus. Er kniete sich hin, schob Christines Beine auseinander und bezüngelte ihr Poloch. Der herbe Geschmack marokkanischer Rosen störte ihn keineswegs. Er erinnerte sich an Mina, seine haarlose Puppe, an Eleonora, die Treppenhaus-Eleonora, an Regina. Und er erinnerte sich an die Calamares, die er damals genussvoll mit seiner Zunge aufgespiesst hatte. Er drang in die Tiefen von Christines Seele ein, und sie quittierte seine Zärtlichkeit mit intensivem Keuchen. Ihr Becken bewegte sich rhytmisch, und so es denn einen analen Orgasmus überhaupt gibt, steuerte Christine ihn an.

Walter und die Serviererin hatten noch viel Spass miteinander. Zwei Wochen später teilte er sie mit Geschäftsfreunden – ebenfalls in seinem Spiegelzimmer. “Regarde, comme elle se présente dans les miroirs”, sagte Luc, einer der Freunde aus einer Pariser Banlieue.

Der Spiegel entblösst. Le miroir enthüllt.

Der Spiegel entzaubert. Le miroir verzaubert.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6713

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben