Und auch, wenn sie sich damals noch längst nicht so viel traute, für den Rest des Staus beteiligte sie sich so weit am Spiel, wie das stockende Fahrgeschäft es eben zuließ.
Inzwischen war Slava Anfang, Mitte dreißig. Und sie sah besser aus, denn je. Die klapprige Ente hatte sie inzwischen gegen ein schnittiges Mittelklasse-Cabriolet eingetauscht. Aber die Faszination am „Oben-ohne-fahren“, war ihr seit jenem denkwürdigen Stau geblieben. Nein, ...die blonde Slava entblößte sich nicht in jedem Stau beim Autofahren. Doch manchmal, gerade in den ersten warmen Tagen des Frühlings, überkam sie manchmal diese seltsame Lust. Und ihre Befriedigung hatte sie mit der Zeit wirklich perfektioniert. Ihre verrückte Freundin von damals, war inzwischen längst nach Australien ausgewandert. Aber dieses prickelnde Spiel hatte sie ihr dagelassen. Und an diesem Montagnachmittag juckte es wieder ganz extrem zwischen ihren schlanken Luxusbeinen. Genau genommen hatte es schon am Sonntagmorgen gejuckt. Slava war vorbereitet. Neben dem strengen Geschäftskostüm (Sie war inzwischen Vorzimmerdame der Geschäftsführung eines großen Bürstenunternehmens), hatte sie sich für den Heimweg dieses luftige Sommerkleidchen eingepackt; das kurze Seidene mit den bunten Punkten. Darunter würde sie nichts tragen, ...außer jenem pikanten Lustei, dass sich per Telefon-App steuern ließ. Der Handyhalter war bereits an die Windschutzscheibe gepoppt. Und zwei Kilometer vor ihrer Heimatausfahrt, war neuerdings diese Autobahnbaustelle, die sie zuverlässig eine gute Viertelstunde kostete. Manch einer mochte sich darüber aufregen. Aber Slava wusste die Zeit zu nutzen. Genau wie ihr Freund, der in der Zwischenzeit nicht nur für sie kochte, sondern ebenfalls einen Handyhalter an die Küchenfliesen gepoppt hatte.
Lebensfroh im Cabrio
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