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Etwas nervös stand ich vor meinem Badezimmerspiegel und betrachte mein Gesicht in dem hellen, aber kalten Licht meines modern eingerichteten Badezimmers. Ich fand, wie fast immer, wenn ich mich betrachtete, dass ich müde aussah. Die Erkenntnis, dass man mir mein Alter definitiv ansah, machte mich umso mehr nervös. Ich wusste, dass mir damals etwas entgangen war, dass ich etwas verpasst hatte. Das Verpasste wollte ich heute unbedingt nachholen.

Sie trug einen kurzen Jeansrock, schwarze Strümpfe und wieder diese hohen Doc Martens, die ich schon im Getränkemarkt an ihr entdeckt hatte. Ihr Oberteil war ein schwarzer Rolli mit kurzen Ärmeln. Beide Arme waren fast komplett sehr bunt tätowiert. Wir saßen uns an einem Zweiertisch in einer Pizzeria gegenüber. Ihr Aussehen war auffällig, aber für mich war sie die attraktivste und anziehendste Frau, dich ich in den letzten Jahren gesehen hatte. Ohne uns abzusprechen bestellten wir beide die gleiche Pizza, tranken dazu ein Glas Lambrusco. Wir unterhielten uns über die alten Zeiten. Sprachen über die gemeinsamen Bekannten einer längst vergangenen Zeit. Was wir beide vermieden zu besprechen war die Frage, warum es damals mit uns nicht geklappt hatte. Als sie gerade von der Zeit ihrer Ausbildung nach der Schule erzählte geschah es.

Ich spürte wie ihr rechter Fuß, der ja in diesen abgefahrenen hohen Schuhen steckte, langsam an meinem linken Bein nach oben wanderte. Ihr Blick hatte jetzt etwas sehr Freches an sich. Ein kesses Grinsen umspielte ihre rot geschminkten Lippen. Der Fuß hatte mittlerweile meinen Schritt erreicht. Ich hielt ihrem Blick stand. Die dicke Sohle ihrer Stiefel drückte jetzt leicht gegen die Beule, die sich schon in meiner Hose gebildet hatte. Unmöglich konnte sie meine Erektion durch die dicke Sohle spüren, aber ich war mir sicher, sie wusste genau, was sich da in meiner Hose abspielte. Ohne den Fuß wegzunehmen, aber noch einmal leicht den Druck gegen mein bestes Stück verstärkend sagte sie schließlich mit einem noch kesseren Ausdruck im Gesicht: “Los. Gehen wir zu mir.” Und es klang mehr wie ein Befehl, als wie ein Vorschlag für die weitere Abendgestaltung.

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Gedichte auf den Leib geschrieben