Nach der ersten Stunde bat sie Alina, ihr ein Kissen zu besorgen. Alina schaffte es unbemerkt, eines dieser Exemplare aus dem Schrank zu holen. In der kleinen Pause legte sie es auf Marias Stuhl, die sich dankbar darauf niederließ. Alina war gut drauf heute, aber auch etwas aufgekratzt. Bei jeder Frage, die Paul zu einem Thema stellte, gab sie ungefragt Antwort, ohne vorher den Finger zu heben. Paul nahm dies mehrere Male hin, bis es ihm dann doch zu dumm wurde. Nachdem Alina schon wieder auf naseweise Art ihren Senf abgab, zitierte er das Mädchen zu sich nach vorne. Finn spitzte die Ohren, als Herr Berger sein Mädchen ansprach: „Mir reicht’s jetzt, Alina! Du plapperst ständig ungefragt dazwischen und störst dadurch den Unterricht. Du kannst dich wie jeder andere melden, wenn du etwas weißt! Ich schätze es, dass du mitarbeitest aber bitte nicht auf diese Weise! Du kommst jetzt nach vorn, damit wir das klären…“
Alina biss sich auf die Lippe! Nun merkte sie, dass sie zu vorlaute Antworten gegeben hatte, die ihr nun teuer zu stehen kamen. Alina stand auf, um sich auf den Weg zu machen. Sie zupfte an ihrem Strickkleid, das sie über den Leggins trug. Finn beobachtete seine süße Freundin, die in ihren Ankle Boots bella figura machte. Finn grinste, da seine Mama italienischer Abstammung war und Alina schon so beschrieben hatte. Sein Vater war hingegen aus Norddeutschland, was einen riesigen Kontrast bedeutete. Finn hatte von beiden Elternteilen einiges mitbekommen. Nun schaute er auf seine Alina, die kleinlaut vor Herrn Berger stand. Paul zeigte mit dem Finger auf seine Oberschenkel.
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