Leicht geschürzt

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Leicht geschürzt

Leicht geschürzt

Andreas

An einem Morgen kam ich mit einer Gummischleuder zum Unterricht. Meine angebetete Lehrerin stand mit dem Gesicht zur Tafel, schrieb einen Text darauf. Ich faltete ein Stück Pappe zusammen, legte es auf das Gummiband. Dann spannte ich die Schleuder! Mein Ziel war der hübsche Hintern meiner Lehrerin, der in einem engen Kostümrock steckte. Ich nahm sie genau ins Visier, ließ den Gummi schnalzen. Es war ein Volltreffer! Das Geschoß landete mitten auf ihrer linken Pobacke. Fräulein Klare drehte sich um, blickte erstaunt in die kichernde Klasse. Sie rieb sich die getroffene Stelle, während ihre Augen nach der Täterin fahndeten. Es war ja klar, dass diejenige in einer der vorderen Reihen zu finden sein musste. Irgendwie bekam ich sofort heftige Gewissensbisse. Ich wusste ja ganz genau, dass ich es nun übertrieben hatte. Gespannt wartete ich auf ihre Reaktion.

Ich wollte ja erwischt werden, hielt noch immer die Schleuder in der Hand. Fräulein Klare kam an meinen Platz, sah mich fast traurig an. Der Schmerz war sicher nicht schlimm, aber sie schien von mir sehr enttäuscht zu sein. Sie sagte nur, dass sie mich nach dem Unterrichtsende unter vier Augen sprechen wollte. Ich hatte mein Ziel erreicht, stand nun im Zenit ihres Interesses. Ich stellte mir vor, dass sie mich zur Strafe versohlen würde. Schon seit längerem spukte dieser Gedanke in mir herum. Es musste himmlisch sein über ihrem Schoß zu liegen, meinen Bauch an ihre festen Schenkel zu pressen. Dann würde sie mich nur ein bisschen hauen, aber ich wollte trotzdem jammern und weinen. Meine warmherzige Lehrerin würde dann sicher ein Einsehen haben, mich auf die Füße stellen, um meine heißen Tränen zu trocknen! Wer weiß, was dann noch zwischen uns passieren würde? So stellte ich mir das vor, in meiner grenzenlosen Naivität. Das Fräulein hatte ein gutes Herz, da war ich mir sicher. Sie gab sich doch immer so verständnisvoll!

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