Leidenschaftliche Tanzstunden

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Leidenschaftliche Tanzstunden

Leidenschaftliche Tanzstunden

Miriam Reiber

Wenn sich unsere Körper beim Tanzen näher kamen, kribbelte es überall in mir und ich hatte Mühe, meinen Atem ruhig zu halten. Nachdem die Musik aufhörte, bedankte Uwe sich höflich bei mir und sagte, dass er sich schon auf die nächste Stunde freuen würde. Mit diesen Worten gab er mir einen Kuss auf die Wange und lächelte mich an. Ich konnte nur ein Nicken zu Stande bringen und die Stelle, an der seine Lippen meine Haut berührt hatten, brannte wie Feuer. „Komm, lass uns weitertanzen, zieh mich ganz nah an dich und küss mich noch einmal, aber diesmal richtig. Ich will dich schmecken, dich spüren, deine Hitze fühlen!“, diese Gedanken rasten durch meinen Kopf, aber natürlich sagte ich nichts zu ihm.

Uwe schaute noch einmal tief in meine Augen und drehte sich dann um. Obwohl er schon aus der Tür raus war, konnte ich sein Aftershave noch riechen und ich spürte seine weiche Hand noch immer auf meinem Rücken. Chrissie kam wütend zu mir herüber: „Wer hatte nur die Idee zu diesem dummen Tanzkurs? Gibt’s noch ne Möglichkeit das Geld zurück zu bekommen?“ Ich erinnerte sie daran, dass es ihre Idee war und sagte, dass wir da wohl jetzt durch müssten. Noch in der Straßenbahn fluchte sie über ihren Partner, der wohl nichts weiter als sein gutes Aussehen zu bieten hatte. Ich hörte ihr nur halb zu und war in Gedanken bei Uwe. „Hast du wenigstens mehr Glück mit deinem Typ? Ich steh zwar nicht auf dunkelhaarige, aber er sieht alles in allem ja ganz annehmbar aus“, fragte Chrissie mich plötzlich. Ich schreckte etwas zusammen und tat ganz cool. „Ja, er scheint ganz in Ordnung zu sein, aber es ist mir auch eigentlich egal, ich bin ja schließlich nur dir zu Liebe mitgekommen“, sagte ich so gelangweilt wie möglich. Ich konnte ihr ja kaum sagen, was mir wirklich durch den Kopf ging. Es hatte sie nicht zu interessieren, das mich dieser Mann um den Verstand brachte, das ich an nichts anderes denken konnte, als an seine weichen Lippen, die sanften Hände und wie es sich anfühlen müsste, wenn sie über meine Brüste streichelten.

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