Leidenschaftliche Tanzstunden

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Leidenschaftliche Tanzstunden

Leidenschaftliche Tanzstunden

Miriam Reiber

Schon allein bei den Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, wurde ich rot.

Die folgenden Tanzstunden waren für mich die Hölle auf Erden. Bedingt durch die verschiedenen Tänze kamen wir uns ab und an bedenklich nahe und immer öfter spürte ich seinen heißen Atem an meinem Hals. In meiner Vorstellung war es aber nicht nur sein Atem, der über meine Haut glitt, es waren seine Lippen, die unermüdlich jeden Millimeter meiner Haut liebkosten. Wenn er mich ansah, hatte ich das Gefühl, als stünde ich nackt vor ihm und er könnte meine erregten Knospen sehen. Ich konnte förmlich spüren, wie er sie mit seinen Fingern umspielte. Ab und an erhaschte ich durch sein Uniformhemd auch einen Blick auf seinen gut trainierten Brustkorb. Ich sah den dunklen Flaum seiner Brusthaare und hätte zu gern mit meinen Finger darin gespielt. Meine Konzentration schwand von Minute zu Minute und das einzige, an was ich in seiner Gegenwart denken konnte, waren leidenschaftliche Küsse und unsere Körper, die sich aneinander rieben. Wir sprachen nicht viel miteinander, doch wenn ich seine Stimme hörte, dann waren seine Worte nebensächlich. In meinen Ohren klang alles von ihm wie ein wohliges Stöhnen oder wie lustvolle Worte, die er mir atemlos zuflüsterte. Wenn er sich dann am Ende der Stunde mit einem Kuss auf die Wange verabschiedete, zog ich ihn ganz nah an mich heran und legte meine Lippen auf seine. Meine Zunge öffnete dann seine Lippen und wir versanken in einen langen Kuss, bei dem wir unsere Körper fest aneinander pressten. Meine Brüste rieben sich an dem derben Stoff seiner Uniform und die Luft knisterte vor Erregung. Doch leider gab es in der Realität nie mehr, als den Kuss auf die Wange.

Bald war der Tag des Abschlussballs gekommen und auf einer Shoppingtour hatte ich das perfekte Kleid gefunden. Es würde ihm die Sinne rauben, er würde nur so lange ruhig bleiben können, wie der Pflichtteil der Veranstaltung ging.

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