Lenia beugt sich vor und küsst mich auf den Mund, unsere Lippen öffnen sich, die Zungen suchen und finden sich, ich schmecke meinen eigenen Saft.
„Das war unglaublich, seit wann ...“ beginne ich, aber sie sie legt mir einen Finger auf den Mund und meint nur „ich bin eine Escort. Schon vergessen?“
Sie gibt meinem kleinen Freund einen flüchtigen Kuss und schaut mich frech an. „Nun, Herr Marcello, immer noch Zweifel an meiner Geschichte?“
„Keinen Zweifel“, antworte ich mit heiserer Stimme. Ich will für einen Moment Marcello ablegen, will fragen, ob wir es uns im Bett gemütlich machen oder vielleicht nochmal runter zur Bar zu gehen wollen, da klingelt es an der Tür. Lenia geht hin und guckt durch den Spion, während ich meinen Penis wieder in der Hose verstaue.
„Zimmerservice, ihr Prosecco!“
Lenia öffnet die Tür und ein Servicemitarbeiter fährt einen kleinen Servierwagen herein, darauf sind zwei Gläser und ein eisgefüllter Champagnerkühler mit einer Flasche Prosecco, über deren Hals eine weiße Stoffserviette geschlungen ist. Eine Tüte Kartoffelchips und ein Schälchen mit Nüssen gibt‘s gratis dazu.
Ich schenke uns ein, nachdem der Service den Raum wieder verlassen hat. „Worauf hast du jetzt Lust?“ will ich wissen.
„So geht das nicht“, antwortet sie. Ich bin Escort, schon vergessen?“ wiederholt sie ihren Spruch von vorhin. „Ich erfülle hier die Wünsche.“
Stimmt eigentlich, aber so konsequent haben wir das bei unseren früheren Dates nicht durchgezogen. Wenn ich es mir recht überlegen, blieben wir in unseren Rollen nur bis zu dem Moment, wo wir im Bett gelandet sind. Wir hatten danach zwar immer geilen Sex, oft bis tief in die Nacht, aber wir waren dann doch eher Lara und Frank als Lenia und Marcello, auch wenn wir uns bis zum Schluss gesiezt hatten. Das heute ist anders.
„Aber wenn du mich schon fragst: ich will, dass du dich jetzt ausziehst, komplett. Und dir dann die Augen verbindest.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.