Lernen mit Doris

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Lernen mit Doris

Lernen mit Doris

Emil Lorenz

Zur Belohnung durfte ich die 9. Klasse noch einmal machen. Ich sollte erwähnen, dass die 7. 8. und 9. Klasse auch gemischte Klassen waren. Das lenkte mich zusätzlich ab. Mein Himmel hing voller Titten und Ärsche, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte, außer dass meine Hormone den Blutfluss zum Gehirn vollkommen zum Erliegen brachten. In der Ehrenrunde zur 9. Klasse kam ich dann in eine reine Jungenklasse. Die Ehrenrunde absolvierte ich mit Bravour, ich war nur faul, nicht dumm. Ich dachte, das ging jetzt so weiter. Falsch gedacht. In der 12. ruderte ich mit Volldampf auf die nächste Ehrenrunde zu, die aber nicht stattfinden würde, weil man nicht zwei Mal eine Ehrenrunde drehen durfte. Mir war also vollkommen bewusst, dass etwas passieren musste. In den wöchentlichen Religionsstunden wurde mir schnell klar, dass Doris nicht nur sehr hübsch, sondern auch noch sehr intelligent war. Es dauerte aber dann doch ziemlich lange, bis ich einen Plan hatte. Das war kurz vor den Halbjahreszeugnissen, als das Schiff schon extreme Schieflage hatte, um nicht zu sagen, auch einem Vergleich mit der Titanic standgehalten hätte. Ich musste es nur irgendwie schaffen, Doris mal alleine zu erwischen. Was wäre das für eine Blamage gewesen, hätte sich herumgesprochen, dass ich Hilfe brauchte. Der Zufall hatte dann eines Tages Erbarmen mit mir. Wir hatten immer in der vierten und fünften Stunde Religion. Danach wären noch zwei Stunden Mathe angestanden, die aber an diesem Tag ausfielen. Warum auch immer. Der Gong erlöste uns und wir packten unsere Sachen. Ich kriegte es tatsächlich irgendwie hin, kurz nach Doris das Schulgebäude zu verlassen. Im Nachhinein eine taktische Meisterleistung. Ich ließ ihr ein paar Schritte Vorsprung, bis wir aus dem Gelände waren, dann ging ich zum Angriff über.

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