Lesestunde

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Alnonymus

Als wir unsere Lippen nach einer gefühlten Ewigkeit lösen, kuschelt sich Vivien eng an meine Seite. Ich lege meinen Arm um sie, während sie ihren Kopf an meine Brust schmiegt. Unser Atem kommt zur Ruhe und wir genießen es, den Körper des anderen zu spüren. Worte sind überflüssig, wir wollen einfach nur fühlen und unseren Gedanken nachhängen. Als ich so eine ganze Weile verträumt an die Decke schaue, möchte ich Vivien aber unbedingt meine Empfindungen mitteilen. Mir kommt dabei eine wunderbare Idee und so beginne ich einfach zu erzählen:

„Er lag da, glücklich und zufrieden, sehr glücklich und zufrieden, … nein er war zutiefst befriedigt, … konnte gar nicht fassen was passiert war. Als er am Nachmittag einen Spaziergang am Seeufer gemacht hatte, war er über diese Frau fast gestolpert, die dort so vertieft gelesen hatte. Sie hatte ihm gleich auf Anhieb gefallen, ja hatte ihn geradezu fasziniert. … Unerwartet schnell waren sie sich nähergekommen, wohl dadurch beflügelt, dass sie die ‚Memoiren der Fanny Hill‘ gelesen hatte, ein höchst erotisches Buch. Die unbekannte Schönheit, sie hieß Vivien, war sogar mit zu ihm in die Wohnung gekommen. … Und zum ersten Mal in seinem Leben hatte er zusammen mit einer Frau erotische Geschichten gelesen und in seinen erotischen Bildbänden geblättert, die er seit kurzem sammelte. … Es war unbeschreiblich lustvoll gewesen, viel aufregender, als er es sich hätte vorstellen können. Drei Mal hatten sie es miteinander getrieben, drei Mal hatte er unbeschreibliche Orgasmen erlebt. … Sie war eine wunderbare, erfahrene Frau, die ungehemmt und offen die lustvollen Spiele genoss, dabei unbeschreiblich zärtlich und geschickt war. … Er konnte sein Glück nicht fassen, während die süße Lady in seinen Armen lag.“

Ich halte kurz inne und warte, was wohl passiert, als Vivien plötzlich anfängt: „Nun lag sie von Glücksgefühlen getragen in seinen Armen, einfach nicht zu begreifen.

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