es klingelte! kaum, dass er es in die wohnung und unter die dusche geschafft, kaum, dass er das wasser aufgedreht hatte, klingelte es doch tatsächlich an der tür. laut. schrill. fordernd. wieder und wieder. so dass ihm wohl oder übel nichts anderes übrig blieb, als sich ein handtuch zu schnappen und auf den weg zu machen. ganz egal, wer dort draußen jetzt warten sollte, dieser jemand konnte sich jedenfalls auf was gefasst machen!
sie sah anders aus, ganz anders, als er sie sich vorgestellt hatte. älter war sie und ihr aufzug mehr als nur eine spur zu nachlässig, so wie sie jetzt vor ihm stand, in diesem verschlissenen morgenmantel aus seide, der seine besten tage schon gesehen hatte, darunter nichts oder zumindest nicht viel, denn ihre brustwarzen zeichneten sich deutlich unter dem dünnen stoff ab. außerdem, teufel, gab es die dinger immer noch, außerdem hatte die frau, die vor seiner türe stand, doch tatsächlich lockenwickler auf dem kopf.
die haare darum jedoch mochte er. von einem feurigen rot waren diese haare. von einem rot, das ausnehmend gut zu ihrem blassen, ziemlich fein geschnittenen gesicht passte. und sie roch gut. ein klein wenig nach jener soße roch sie. und auch nach herbem tabak. und darüber lag noch ein duft, irgendein parfüm, das er gut leiden konnte, das er irgendwoher kannte, auch wenn sich sein erschöpftes hirn augenblicklich nicht an den namen erinnern wollte. all das zusammen, diese melange des prallen lebens quasi, all das gefiel ihm gut und kitzelte auf angenehme weise seine nase.
na, wenigstens etwas, ging es ihm durch den kopf, obwohl auch das nichts daran änderte, dass sie sicherlich mehr köchin als dame war.
"hi", sagte sie, "ich bin sonja und wohne seit ein paar wochen unter dir." sie duzte ihn ganz unverblümt, was er frech fand und zugleich auch ganz charmant. überhaupt hatte sie ausstrahlung, trotz dieses unmöglichen auftritts. sehr präsent schien sie. und sich ihrer sache sicher, dachte er.
"na jedenfalls", fuhr sie fort, "ich koche mir gerade pasta und dummerweise fehlt die letzte zutat. deshalb fände ich es wirklich nett von dir, wenn du aushelfen könntest."
hi, sonja, du siehst zwar aus wie eine alte schlampe, aber deine titten scheinen immer noch ziemlich gut in schuss zu sein und, ob du´s glaubst oder nicht, diese nippel machen mich sogar richtig an, dachte er unwillkürlich, antwortete jedoch: "was brauchen sie, äh, was brauchst du denn?", er hatte beschlossen, sie der einfachheit halber ebenfalls zu duzen. "wenn ich´s zuhause hab, helfe ich natürlich gerne."
"das hast du ganz sicher und darum sag´ ich dir etwas", sagte sie ihm etwas, "bring erstmal deine dusche zu ende, zieh dir was nettes an und sei in einer halben stunde unten bei mir, gut?" sie machte auf der ferse kehrt, denn schuhe trug sie auch nicht, und während sie die ersten stufen hinunter zu ihrer wohnung stieg, flog noch ein "bring wein mit!" in seine richtung, während sein blick an ihrem herrlichen arsch haften blieb, der ihn unter dem stoff des morgenmantels nachgerade kokett anwackelte.
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