Liebe machen auf dem Atlantik

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Liebe machen auf dem Atlantik

Liebe machen auf dem Atlantik

Anita Isiris

», fragte er sie und stellte sich vor, wie Samira wohl unter ihrem Nachthemd aussah.
Loic war geil wie ein Erpel. Ob er die junge Krankenschwester herumkriegen würde und sie klarmachen konnte, wie man so schön sagt? «Jus primae Noctu», das Recht auf eine erste Nacht, einst ein Recht von Fabrikherren an den emsigen Mitarbeiterinnen, die sich die Finger an den Webstühlen wund arbeiteten.
Samiras Nachthemd war bis über die Oberschenkel hochgerutscht, was Loic nicht entging. Er erzählte unterhaltsam, schmückte seine Geschichten über Seetiere, Tänzerinnen und dunkle Bars so aus, dass man ihm gerade noch knapp Glauben schenken konnte, und er füllte Samiras Weinglas zum zweiten Mal. Wieder fühlte sie sich von Loic nicht etwa bedrängt, sondern bei ihm geborgen. Dann setzte er sich neben sie aufs Bett und legte den Arm um sie. Samira dachte kurz an die Gespräche, die sie mit Loris geführt hatte – was Eifersucht anging. Aber ihre Gedanken verschwammen, aus unerfindlichen Gründen fühlte sie sich zu Loic hingezogen. Nur ein letztes Quäntchen Anstand verbot es ihr, sich an den gut gebauten Mann mit seinen sehnigen Händen zu kuscheln.
«Komm, Samira, ich glaube, das tut uns beiden gut – und da ist doch nichts dabei», flüsterte er ihr ins Ohr.
Seine Stimme ging Samira durch und durch. Ob es am Wein lag? Ob Loic etwas hineingemischt hatte? Aber K.O.-Tropfen hätten anders gewirkt und waren mittlerweile schon wieder ein wenig altmodisch. K.O.-Tropfen waren etwas für geile Familienväter, Politiker, Präsidenten und Firmenchefs auf Personalausflügen.
Loic setzte auf seine naturgegebene Virilität. Er machte sich an den Knöpfen von Samiras Nachthemd zu schaffen, schob es ihr über die Schultern und entblösste ihre schweren, warmen Brüste mit den steifen Mamillen.

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