Zum großen Teil handelte es sich jedoch um naturbelassenen Urwald, den „virgin forest“. Ein paar Meter hinter den ersten Bäumen und Hecken, jedoch außerhalb der Sichtweite der Gäste, schirmte ein hoher Maschendrahtzaun mit Stacheldrahtaufsatz das Gelände von der Außenwelt ab. Jedem Unbefugten, ob Mensch ob Tier, wurde der unbefugte Zutritt in die heile Welt des Paradieses verwehrte.
Er wanderte, vielleicht eine halbe Stunde, umher, begutachtete die Einrichtungen, die den Gästen zur Verfügung standen und erkundete die vielfältigen Möglichkeiten, die der Klub für die Unterhaltung und Freizeitgestaltung bereit stellte. Er sah aber auch, dass an den beiden Enden des Strands Hütten standen, in denen bewaffnete Leute der „Resort Security“, so der Aufdruck auf ihren schwarzen T-Shirts, Posten bezogen hatte. Jeweils zwei Männer saßen vor den Hütten, Gewehre in Reichweite und langweilten sich. In dem Teil des Parks, der am abgelegensten war, am weitesten vom Zentrum entfernt, war der Wald besonders groß und abweisend. Hohe Bäume und dichte Büsche bildete ein Front, die undurchdringlich erschien. Auf Schildern wurde gewarnt, den Wald zu betreten, es gäbe Giftschlangen und andere gefährliche Tiere und das Management lehne jede Haftung ab. Trotz der Warnung näherte er sich dem Waldrand. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit einen richtigen Urwald zu betreten? Als er vor der grünen Wand stand und das Gewirr der Äste und Zweige, der Stämme und Büsche, der Schlingpflanzen und Lianen betrachtete, musste er einsehen, dass ein Eindringen ohne eine Machete oder ein ähnliches Gerät kaum möglich war. Doch dann, durch reinen Zufall, sah er dann den schmalen Trampelpfad. Er sah ihn nur weil das Rot des Tonbodens durch die letzten Strahlen der Sonne für einen kurzen Moment aufleuchtete und sich von dem alles erdrückenden Grün des Waldes abhob.
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