Als er in völlig entspannter Haltung sich ganz seiner Umgebung hingab, veränderten sich seine Stimmung und sein Empfinden abermals. Die wohlige Gelassenheit steigerte sich in eine wahre Euphorie. Er war beschwingt und fühlte sich federleicht, wie nach dem Genuss von Drogen, wie nach einigen Whiskys in seiner Lieblingsbar, wie beim anregenden Flirt mit einer schönen, jungen Frau, die nichts lieber wollte, als mit ihm, nur mit ihm zusammen zu sein. Sein Wohlbefinden orientierte sich zunehmend in Richtung Unterleib und er spürte immer deutlicher, wie seine sexuelle Erregung zunahm. Flirten reichte nicht mehr, er wollte die Frau haben, hier und jetzt, genau an dieser Stelle, unter diesem Baum. Der Wunsch sich mit seinem Phantasiebild zu vereinen, das klar und deutlich, vor ihm lag, sich nackt und bloß räkelte, die Beine spreizte und ihn anschmachtete, wurde schier übermächtig. Und diese Wunsch- und Wahnvorstellungen wurden von einer prächtigen, lang anhaltenden Erektion begleitet, einer Erektion wie er sie schon seit langem nicht mehr gehabt hatte. Wie betäubt saß er unter dem Liebesbaum und nur mit Mühe und großer Willensanstrengung riss er sich schließlich aus seinem Bann, aus dieser Zauberwelt der Gefühle und macht sich auf den Weg zurück, in die Welt der sterilen, sorgenfreien Urlaubsfreuden. Der Weg durch den Urwald, war wie erwartet mühsam, er tastete sich langsam durch die stockdunkle Nacht und zog sich hässliche, schmerzhafte Kratzer an den Dornröschendornen zu. Doch zum Ausgleich strahlten über ihm die Sterne in einer ungekannten Pracht und Intensität als er den Wald verließ. Er war glücklich.
Bevor er daran denken konnte zum Büffet zu gehen, musste er kalt duschen, weniger um Schweiß und Staub abzuwaschen, sondern vielmehr, um seine immer noch vorhandene Erregung einzudämmen. Doch das Duschen bewirkte nicht viel und so legte er sich auf sein Bett und onanierte ausgiebig.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.