Sofort bildet sich auf der Tischplatte zwischen ihren Beinen eine Pfütze aus den Resten meiner Entladung. Als Lilly von der Tischplatte gerutscht ist, gibt sie mir kein Küsschen auf die Nase, dann einen kräftigen Klaps auf den Po. „Na los, husch husch.“ fordert sie mich nochmals auf, während sie an mir vorbeischleicht. Wortlos und völlig perplex schaue ich ihr nach, ziehe meinen Bademantel wieder an, und nehme meine so angenehm unterbrochene Tätigkeit in der Küche wieder auf. Das heißt, erst wische ich einmal die Beweise unserer heißen Nummer vom Esstisch.
Als ich gerade meine Vorbereitungen abgeschlossen habe, kommt Lilly frisch geduscht aus dem Bad. Ich habe ein kräftiges Mahl vorbereitet, so mit Rührei, Speck, Toast, Marmelade und Honig. Genau das Richtige nach solch einer Nacht. Beim Frühstück versuchen wir uns wie zwei Freunde zu unterhalten, so wie wir es bisher auch immer gemacht haben, so als habe es die letzte Nacht nicht gegeben, doch natürlich hängen wir beide den Erinnerungen nach. Schließlich ist es für Lilly Zeit, aufzubrechen. Zum Abschied umarmen wir uns innig. „Danke für die wunderbare Nacht. Ich glaube, ich hatte noch nie einen so aufmerksamen Liebhaber.“, schmeichelt sie mir leise ins Ohr, „Von so einer lustvollen Nacht hätte ich nie zu träumen gewagt, und nun werde ich noch oft davon träumen.“ „Ich danke dir. ... du bist eine unbeschreibliche Frau.“ antworte ich mit belegter Stimme, für mehr fehlen mir einfach die Worte. Wir lösen uns schließlich schweren Herzens voneinander. Ein letzter Blick, dann öffnet Lilly die Tür und eilt die Treppen hinunter, ohne sich noch einmal umzudrehen. Als sie meinem Blick entschwunden ist, schließe ich die Tür, und husche in die Küche, um von dort aus auf die Straße zu schauen.
Schnellen Schrittes geht Lilly den Bürgersteig entlang zu ihrem Auto, auch jetzt, ohne sich noch einmal umzudrehen. Längst ist sie meinem Blick entschwunden, doch ich starre weiter wie betäubt aus dem Fenster. Erst nachdem ich mich kräftig geschüttelt habe, hat die Realität mich wieder. Den Frühstückstisch abräumen, die Luft aus dem Reisebett lassen, es abziehen, mich duschen und meine Reisetasche packen, dann mache ich mich auf den Weg.
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