Linea Fuscas Geheimnis

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Linea Fuscas Geheimnis

Linea Fuscas Geheimnis

Anita Isiris

Sex in diesem Zeitraum war mehr als perfekt; Barbara war geschmeidig wie ein junges Reh, Matthias geil wie ein pubertierender Hengst. Er nahm sie in allen denkbaren Stellungen, auf der Waschmaschine, hinter dem Rhododendron, auf der Hängematte, wovon sie am Hintern rote Spuren davon trug, weil er sie so heftig gegen das Schnurgeflecht presste, während er in sie eindrang. Ihr goldbrauner Körper machte ihn wahnsinnig. Was ihn zusätzlich erregte war der Gedanke, dass der eine oder andere Nachbar sie beide bei ihrem Treiben beobachten könnte. Matthias liebte es, seine Barbara herzuzeigen, und selbst der Gedanke, dass ihr Gynäkologe jetzt in regelmässigen Zeitabständen an ihr herumtastete, machte ihn heiss. Es ging in die 30., 31. und 32. Woche.

Dann entwickelte sich die Linea Fusca. Es handelt sich dabei um Pigmente, die neckischerweise eine Linie bilden an der Mitte des Schwangerenbauchs, vom Nabel zur oberen Schamhaargrenze.

Weiss der Teufel, was etwa im Mittelalter dieser Schwangerschaftszierde nachgesagt wurde Niemand möchte wissen, wieviele Frauen deswegen auf dem Scheiterhaufen gelandet sind. Matthias jedenfalls liebte dieses Detail, doch er war nicht der einzige. Auch Barbaras Frauenarzt war hoch erfreut. Er durfte natürlich niemandem verraten, wie sehr er runde Bäuche, runde Brüste und runde Gesichter mit leuchtenden Augen liebte. Sein Herz begann aber exzessiv zu tanzen, wenn er an einer seiner Patientinnen die besagte Linea Fusca, auch Linea Nigra genannt, entdeckte. Liebevoll betastete er die Linie, immer unter der Vorgabe, die Lage des Babys zu ertasten.

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