London is calling

Showtime - Teil 4

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London is calling

London is calling

Lenard D. Blixen

Die konnte ich jetzt allerdings unmöglich abhören, weil ich erstens dermaßen fettige Finger hatte und zweitens es hier nicht gerade leise war. Meine Earphones hatte ich nicht dabei, musste also warten.
Wieder im Hotel traf ich Herrn Tränkle.
„Ah, hallo Herr Blixen. Na, einkaufen gewesen?“
„Ja, hab was Funkelndes gefunden!“, und wedelte mit meinem Tütchen, dankenswerterweise ohne Werbeaufdruck.
„Na, da wird die Freude aber groß sein!“, lachte er.
„Allerdings! Ach, ich liebe es, hübsche Dinge zu verschenken, woran alle Freude haben!“, antwortete ich recht zweideutig.
Da fiel mir doch noch die Voicemail von Katja ein, also entschuldigte ich mich bei Herrn Tränkle, um so schnell wie möglich auf mein Zimmer zu kommen. Die Päckchen legte ich auf den Tisch, Jacke aus, Handy an – Ups, nicht so laut.
„Hallo Lenni, bevor Du wieder zurück bist, hab ich gestern Abend noch ein wenig in Deinem Buch „Bad Harzburg“ gelesen. Hab für Dich vorgelesen. Besonders intensiv die Stelle, wo der Masseur die Ina in der Behandlungskabine vögelt und die Petra nebenan in ihrer Fangopackung alles mitkriegt und sich dabei einen abwichst, sooo geil! Aber hör selbst, hier mein Audio für Dich:“
Zunächst begann sie ganz normal zu lesen, wie Ina und Petra in der Physiopraxis sitzen und dann in ihre Kabinen gerufen werden, wie Petra durch den Vorhang alles sehen kann, wegen des Gegenlichts … Text kenn ich ja. Ist ja von mir …
Katjas Stimme wurde leiser, dafür ihr Atem umso intensiver. Ganz leise kommt ein „Hmmm“. Offensichtlich hatte sie ihr Handy neben sich gelegt, vielleicht sogar zwischen ihre Beine, denn wenig später war ein wohlbekanntes Surren zu hören. Rhythmisch veränderte sich das Surren: „zzzzuuu, zzzzuuu, zzzzuuu“. So hörte es sich an, wenn ein Vibrator in den Feuchtgebieten surft!

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