Der weitere Tag verlief ohne wesentliche Ereignisse. In meinem Zimmer tippte ich noch ein paar Gedanken für eines meiner nächsten Bücher in meinen Laptop.
Mein Smartphone machte keinen Mucks. Ich checkte die WLAN-Verbindung, alles okay. Ein wenig war ich doch enttäuscht.
Ich war gerade im Bad, um mich für die Nacht fertig zu machen: Ping! Eine Nachricht! Mit der Zahnbürste im Mund ging ich zurück in mein Zimmer und schaute auf das Display meines Smartphones. Verena!
Sie schrieb: „Hallo mein Lieber, ich hoffe, Du hast eine schöne und erfolgreiche Zeit in London, auch ohne uns. 😉 Ich habe eine kleine Überraschung für Dich. Das, was Du Dir gewünscht hast. Kann ich leider nicht als Anhang schicken, die Datei ist viel zu groß. Darum hier der Dropbox-Link. Ich hoffe, es gefällt Dir!“
Nervös wie ein Pennäler bei seinem ersten Date schossen mir die Gedanken durch den Kopf. Halt, stopp – erst mal die Zahnbürste wegbringen und den Mund ausspülen.
Wieder zurück im Zimmer, öffnete ich meinen Laptop, einfach weil das Display deutlich größer war als das des Smartphones.
Mir schien, der PC rödelte ewig, bis die Verbindung stand und ich den Link anklicken konnte. Noch schnell ein Blick auf die Fensterfassade. Ja, die Vorhänge hatte ich bereits vorhin zugezogen.
Verena hatte mir tatsächlich einen kleinen Film geschickt! Mit pochendem Herzen drückte ich auf „Play“.
Verenas Gesicht erschien auf dem Bildschirm. Sie hatte eine venezianische Maske aus schwarzer Spitze aufgesetzt. „Hallo Lenni, Du hattest uns ja eine kleine Hausaufgabe aufgegeben und ich wollte Dich nicht enttäuschen. Ich hoffe, Du wirst genauso viel Spaß haben wie ich, als ich dieses kleine Video gemacht hab.“
Verena entfernte sich von der Kamera; offensichtlich stand diese auf einem Tisch.
London is calling
Showtime - Teil 4
4 11-18 Minuten 0 Kommentare
London is calling
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