Während ich bei Luc schreie und tobe, wimmere und seufze ich bei Serge und Emile bringt mich zum Beben und Weinen. Bei Emile stand ich außerhalb meines Körpers und sah, wie ich im Nebel verschwand.
Es waren diese drei Männer, die mich in der letzten Zeit immer wieder in einen anderen Kosmos eintauchen ließen. Diese gewaltsame, wilde Erotik von Luc, diese tiefe und unergründliche Mystik von Emile und diese unendliche Zärtlichkeit von Serge!
Bei allen dreien fühlte ich mich wunderbar geborgen und verstanden!
Als ich nun heute das Büro verließ, war es wieder neblig und grau, doch es regnete nicht. Ich wollte mir eben ein Taxi rufen, als mich jemand von Rückwärts am Ellbogen drückte. Es war Emile.
„Ah, Emile! Wieso bist Du da?“, fragte ich sehr erstaunt.
Er sah mich ernst an.
„Magritt, ich hoffe, Du hast etwas Zeit für mich?“
„Ja, doch! Wollte gerade nach Hause fahren. Was ist denn passiert, ist Eve auch da?“
Es war nichts passiert und Eve war auch nicht da. Aber Emile sah schlecht aus und seine Augen bettelten.
„Was soll ich tun?“, fragte ich und spürte, wie wieder eine gewisse Angst in mir aufstieg.
Wir waren an seinem Wagen angekommen und stiegen ein. Er fuhr Richtung Bois de Boulonge, und wir machten erst in Boulonge-Billancourt halt. Während der Fahrt sprachen wir kein Wort. Ich weiß jedoch, dass er da ein kleines Häuschen besaß, wir hatten dort schon einige Sommerfeste gefeiert.
Er parkte den Wagen vor dem großen Gartentor und wandte sich mir zu.
„Magritt, ich weiß, dass Du mich für schüchtern, oder auch ein wenig introvertiert, bzw. desinteressiert hältst, doch scheint das nur so. Es gibt oft Dinge, die mich begeistern, mich beschäftigen. Und derzeit bist Du es, ich kann seit zwei Tagen nicht mehr schlafen, kann unsere ungeplante Begegnung einfach nicht vergessen und will dieses Gefühl noch einmal erleben. Ich möchte gerne die heutige Nacht mit dir verbringen. Will erkunden, was das war, das mich so aus der ruhigen Bahn geworfen hat, will Dich noch einmal spüren“, er hatte sich mir zugewandt und seine Augen bettelten, „sollte sich dieser Zauber nicht wiederholen, dann vergessen wir es einfach!“
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