Ludmilla Bibikow 5.

aus "Der Blitz legt Eier"

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Ludmilla Bibikow 5.

Ludmilla Bibikow 5.

Karin und Peter Dambier

Marina war fleißig. In der Apotheke hat sie die Inkontinenzhöschen samt Einlagen bekommen. Es gibt nur eine Größe. Es gibt nur ein Modell. Sieht nicht gerade modisch aus. Im Sexshop hat sie den neuesten Orion Katalog und die Fetish Fashon mitgenommen. Es ist nicht zu fassen, was es alles in Latex gibt. Auch der Sexshop hat Inkontinenzhöschen, sogar durchsichtige. Und dann hat sie noch zwei 20 Meter Rollen schwarzes Latexband gefunden, für einen Raumanzug, zum Üben.
Ludmilla hat sich intensiv mit Buran beschäftigt. Buran soll ein Material suchen, mit dem man den Wegwerfraumanzug bauen kann. Bei Starsem, einer russischen Weltraumfirma, findet Ludmilla sogar einen Tornister, für Raumanzüge. Er enthält Klimagerät, Sauerstoffaufbereitung und Funkgerät. Der Tornister kann an die vorhandenen russischen Raumanzüge angeschlossen werden, oder als Notversorgung für ein Raumschiff oder ein Modul der MIR verwendet werden. Starsem hat auch die passenden Anschlüsse und einen Simulator. Der Simulator hat die gleichen Anschlüsse wie der Tornister, aber nur ein einfaches Gebläse mit Luftfilter, das statt der Sauerstoffaufbereitung Frischluft liefert. Der Anzug wird komplett belüftet und auch das Klimagerät funktioniert, allerdings nur bei irdischen Temperaturen. Statt dem Funkgerät gibt es einen Kabelanschluß, mit dem zwei Raumanzüge verbunden werden können.
Fräulen Iwanowitsch bestellt zwei Simulatoren und alle Anschlüsse und sonstiges Zubehör für Ludmilla. Falls Ludmillas Anzug damit läuft, dann funktioniert er auch auf der neuen MIR und mit der Bordversorgung der Soyuz Raumschiffe. Fräulein Iwanowitsch ist allerdings gespannt, wie Ludmilla zum passenden Raumanzug dafür kommt.
Zum Abendessen treffen sich Ludmilla und Marina in der Mensa. Ludmilla zeigt ihre Einkäufe vor. Sie hat vorsorglich die Rechnungen nicht bei Fräulein Iwanowitsch vorgelegt. Die muß nicht alles wissen! Ludmilla ist begeistert. Wenn jetzt die Lieferung von Starsem kommt, dann ist alles da, was für einen einfachen Raumanzug notwendig ist. Der ist zwar noch nicht weltraumtauglich, aber für die ersten Versuche auf der Erde wird es reichen. Mit viel Kola wird der Erfolg gefeiert. Dann geht auf zu Marinas Studentenbude. Ludmilla will heute bei ihr übernachten.
Schon auf dem Heimweg macht sich die Kola bemerkbar. Ludmilla und Marina schaffen es nur bis zum Park. Es ist Kalt und niemand übernachtet heute hier. Für Ludmilla und Marina der Test ob Frauen auch im Stehen pinkeln können. Wie sich das für moderne Studentinnen gehört, tragen beide Jeans. Die müssen aus. Die Höschen folgen.
Mit gespreizten Beinen, wie ein Torwart beim Fußball, Steht Marina da. Weil frau bei Schamlippen nie so genau weiß, was die anstellen, zieht Marina ihre mit zwei Händen auseinander. Dann knickt sie in den Knien und der Hüfte ein und schiebt das Becken vor. Ein dampfender Strahl und ein Sprühnebel verlassen Marinas Harnröhrenausgang in leichtem Bogen nach vorn. Guter Versuch - aber der Sprühnebel macht Marinas Beine naß. So kann frau nicht die Wand hoch pinkeln.
Ludmilla versucht es wie beim Ballet. Auf einem Bein, das andere hoch und mit beiden Händen festgehalten, schießt ihr Strahl seitwärts weg. Auch da Sprühnebel, aber wenigstens wird nur ein Bein naß.
Unter viel Gelächter ziehen sich Ludmilla und Marina wieder an. Zuhause ein letztes Mal aufs Klo. Dann wird geduscht. Anschließend interessiert sich Ludmilla für Marinas Klitoris. So groß wie die einer Hyäne ist sie nicht. Aber sie ist leicht zu finden, besonders wenn sie erregt ist. Ludmillas eigene Klitoris ist immer unter der Vorhaut versteckt. Früher hat Ludmilla geglaubt sie hätte gar keine. Marinas Klitoris ist sehr leicht festzuhalten und zu erregen. Marina kommt sehr schnell.
Marina hat gar nicht gewußt, daß es wissenschaftliche Untersuchungen über die Klitoris gibt. Sie ist erstaunt, was Ludmilla alles darüber weiß. Ihre eigene Klitoris zu finden war nie ein Problem. Aber Ludmillas Klitoris ist tatsächlich versteckt. Sie kann sie zwar ertasten, aber sie verschwindet dauernd. So intensiv wie Ludmilla ihre Klitoris gereizt hat, so intensiv kann Marina Ludmillas Klitoris nicht reizen. Festhalten geht auch nicht und sehen wo sie sich gerade versteckt, geht überhaupt nicht.
Nachdem auch Ludmilla der Göttin der Liebe geopfert hat, wird die Windel angelegt und das Inkontinenzhöschen darüber gezogen. Ludmilla und Marina sind luft-und wasserdicht verpackt. Dann gute Nacht.
Unbequem war sie, die Nacht. Obwohl sie eigentlich noch trocken sein sollte, fühlt sich die Haut unter der Windel schon feucht an. Es juckt, aber kratzen geht nicht, weil die Windel so dick ist. Die Blase ist schon gut gefüllt, aber weder Ludmilla noch Marina ergeben sich so schnell ihrem Schicksal. Ein sehnsüchtiger Blick in den Park - aber im Weltraum gibt es auch keinen Park.
Frühstück in der Mensa. Nach dem Tee ist es soweit. Zum Klo? Unsinn - wenn die Hose oben bleibt, dann braucht frau auch kein Klo. Es ist erstaunlich wie oft normale Menschen zum Klo müssen. Ludmilla und Marina halten durch bis zu ihrem Besuch im Labor. Ein Laster von Starsem ist da und will eine Palette mit Kram für Ludmilla abliefern. Fräulein Iwanowitsch tanzt dazwischen rum. Ludmilla und Marina müssen dringend - aber nicht unter Aufsicht!
Das Fräulein Iwanowitsch muß etwas geahnt haben. Sie bleibt dabei, bis jedes Paket einzeln abgeladen und im Labor geöffnet worden ist. Dann gibt sie auch noch Ratschläge, wo was verstaut werden soll. Langsam begreift Ludmilla, wer den, von ihr kritisierten, Raumanzug entwickelt hat. Fräulein Iwanowitsch läßt sich zwar nichts anmerken, aber ihre Sachkenntnis ist auch für Marina nicht zu übersehen. Ob man sie einfach um Hilfe bitten kann?
Endlich ist die Luft rein. "Jetzt oder nie!" ruft Marina. Lachend ergeben sich Ludmilla und Marina. Aber dann wird es naß und das Lachen verstummt. Ein verdammt blödes Gefühl. Ludmilla und Marina sind froh nicht allein zu sein. Gegenseitig prüfen sie ihre Jeans auf Dichtigkeit. Alles in Ordnung - nichts zu sehen, nichts zu riechen. Es bleibt das saublöde Gefühl.
Mittagessen in der Mensa. Das blöde Gefühl bleibt. Trotzdem muß gegessen werden. Bei einem wirklichen Raumflug würden Ludmilla und Marina eine Fastenkur für ein paar Tage einlegen. Dann ließe sich vielleicht ein weiteres Problem für vier Tage verschieben. Aber bei Groß ist das Klo erlaubt. Bis heute Abend wird's gehen. Ludmilla und Marina gönnen sich Kola. Diesmal warten Ludmilla und Marina nicht bis sie allein sind. Auf das Kommando "Jetzt!" von Ludmilla wird das Gefühl noch blöder. Aber niemand merkt etwas in der Mensa.
Am Abend geht's zum Roten Platz. Valeri ist so freundlich und versorgt Ludmilla und Marina mit Kola. Dann kommt sein Angebot: "Wer zuerst aufs Klo muß zahlt."Ludmilla kennt solche blöden Scherze. Immerhin nicht ganz so blöd wie das Gefühl in der Windel.
Marina grinst und ruft: "Ich halte mit!".
Ludmilla ergibt sich: "Wenns denn sein muß! Valeri bitte hohl uns noch ein Glas."
Es bleibt nicht bei einem Glas. Langsam wird Valeri unruhig. Immer wenn Valeri ein neues Glas für alle holt, geben sich Ludmilla und Marina ein Zeichen und erleichtern sich. Valeris Blase drückt. Er hält die beiden Mädchen im Auge. Keine geht zum Klo. Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Als Valeri schließlich aufgibt ist es zu spät. Er schafft es nicht mehr bis zum Klo.
Als Valeri wiederkommt sitzen Ludmilla und Marina immer noch auf ihrem Platz. Die müssen nicht! Valeri zahlt und entschuldigt sich. Als er geht, verlassen auch Ludmilla und Marina das Lokal. Valeri kann es nicht glauben. Die zwei Weiber müssen eine Blase haben wie ein Dromedar. Das gibt es doch überhaupt nicht! Valeri hat ein verdammt blödes Gefühl, mit seiner nassen Hose. Kichernd verabschieden sich Ludmilla und Marina von ihm.

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