Die Frau, an der er seinen Lustbeamer zum ersten Mal in der Praxis ausprobieren wollte, sollte nicht wissen, dass er nur ein langweiliger Durchschnittstyp war, klein, etwas dicklich, mittelalt, ziemlich ungeschickt im Umgang mit Frauen. Ein Mann ohne ausgeprägte Libido, alles andere als ein Womanizer oder Machotyp. Ein Mann, der nie viel Erfolg bei Frauen gehabt hatte, der nie daran gedacht hatte zu heiraten und nicht einmal eine Freundin über längere Zeit halten konnte, einer der auch käufliche Damen nur selten aufsuchte, nur dann, wenn der Druck zu groß wurde. Er hatte Angst, im entscheidenden Moment zu versagen, weil ihm das ein paar Mal passiert war. Ein Mann, der wenig vertraut mit den sinnlichen Freuden war und den erst seine aufregenden Selbstversuche so richtig neugierig gemacht hatten. Aber nun wollte er das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden und selbst erfahren, wie es ist, einer liebestollen Frau beizuwohnen, die zudem noch in ihm den idealen Partner sehen würde. Seine Erfindung, so schwelgte er in Gedanken weiter, würde ihm endlich die Macht über Frauen geben, die ihm bisher nicht vergönnt war. Wenn er erst seinen Lustbeamer hätte, würden ihn die tollsten Weiber anflehen, ihnen zu Willen zu sein, es mit ihnen zu treiben. Weil er genau diese Erfahrung endlich machen wollte, würde er dem Drängen dieser Frau nachgeben und sich nicht damit begnügen, dass er den Beweis für die Funktion des Lustbeamers bereits hatte, wenn sie zu ihm kam. Er wollte diese Frau, die da drüben ihren Wein trank, diese unwissende, unvoreingenommene Frau, so geil machen, dass sie alles vergaß, nur um ihr Verlangen zu stillen. Sie würde zu ihm kommen, getrieben von ihrem Unterbewusstsein, zu ihm, weil sie hier die Ursache ihrer intensiven Wallungen vermutete. Sie würde ihn anflehen, mit ihr in das Hotel zu gehen, jetzt gleich und nur um sich ficken zu lassen, nur um sofort Befriedigung zu erlangen, nur um ihr brennendes Verlangen umgehend zu stillen.
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