Der Lustbeamer - Teil II

Im Hotel

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Der Lustbeamer - Teil II

Der Lustbeamer - Teil II

Yupag Chinasky

Seine Frage erregt bei der dicklichen, jungen Frau hinter dem Tresen kein Erstaunen. Er müsse im Voraus zahlen, dreißig Euro und für jede Stunde länger werden zehn fällig. Die Frau geht vor, in Richtung Treppe. Der Mann redet nun auf das dickliche Mädchen ein, sie antwortet, lacht ein paarmal auf. Für die Frau ist das Gerede nicht nur unverständlich, sondern völlig überflüssig. Das Mädchen schreibt etwas in ein Buch, dreht sich dann zu dem Bord mit den Schlüsseln um, prüft, welches Zimmer frei ist, schreibt weiter, nimmt dann endlich einen Schlüssel, legt ihn auf die Theke und nimmt das Geld, das der Mann schon bereit gelegt hat, die dreißig Euro. All das dauert und die Frau ist sehr ungeduldig, ihre Gefühle drängen, wenn auch etwas schwächer als noch vorhin, im Café. Auf einmal hat sie sogar Angst, dass diese seltsame Lust vorbei sein könnte, bevor sie die erwünschte Befriedigung erhalten hätte. Sie wartet voller Ungeduld, dass die beiden am Tresen endlich zu Potte kommen und mit ihrem Gelaber aufhören. Sie will, dass der Mann endlich den Schlüssel nimmt, zu ihr kommt und mit ihr in das Zimmer geht. Beeil dich, sagt sie leise, quatsch nicht weiter mit dieser fetten Eule herum, die ihn jetzt ganz breit und wissend angrinst. Die ist doch nur dazu da, die Schlüssel auszugeben und das Geld zu kassieren. Warum dauert das so lange, warum will er nicht auch so rasch wie möglich mit ihr in das Zimmer, in das Bett, um die Lust zu stillen, die in ihr brennt und die auch ihn sicher gepackt hat, sonst wäre er doch gar nicht mitgekommen. Kann man als Mann ruhig bleiben, wenn man bei einer Frau ist, die richtig heiß ist, so unendlich heiß und so geil wie sie? Um ihm zu signalisieren, dass er sich beeilen solle, geht sie zurück, fasst ihn wieder am Arm und zieht ihn von der Theke weg in Richtung Treppe. Sie kennt sich aus in dem Hotel, sie weiß, wo die Zimmer liegen, die für ein paar Stunden vermietet werden.

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