Der Lustbeamer - Teil III

Ernüchterung und rosige Zukunft

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Der Lustbeamer - Teil III

Der Lustbeamer - Teil III

Yupag Chinasky

Außerdem war sie immer noch verwirrt wegen des Wechselbads der Gefühle, das ihren Körper gepeinigte hatte, diese intensiven Erregungen und die plötzlichen Ernüchterungen. Seltsamerweise wünschte sie sich in ihrem tiefsten Inneren, noch einmal in diesen seltsamen Zustand versetzt zu werden, noch einmal diese äußerst geile Erregung zu erleben, aber diesmal verbunden mit einer anständigen Befriedigung. Ob sie das von diesem Mann erwarten konnte, der immer noch sein Handy auf sie gerichtet hatte, auch wenn er nicht mehr auf das Display, sondern auf sie starrte. Wollte sie sich wirklich diesem Voyeur noch einmal ausliefern, der doch nur versuchen würde, sie wieder zu fotografieren oder zu filmen, statt sie zu vögeln? War er nur ein harmloser Spinner oder ein durchtriebener Ganove? Aber einmal hatte doch alles geklappt, fast jedenfalls. Sie wusste einfach nicht, wo sie dran war, hörte schließlich auf zu schimpfen und sah zum zweiten Mal an diesem Tag den Mann völlig hilflos an und stammelte, sie wisse wieder nicht, was mit ihr los sei und wenn er wolle, könnten sie jetzt gehen.

Der Mann räusperte sich mehrfach, seine Verlegenheit war ihm deutlich anzumerken. Er war nicht der Typ, der nackt und seelenruhig vor einer ebenfalls nackten Frau stehen konnte. Außerdem fühlte er sich schuldig, dass sie in diese missliche Situation gekommen war. Er musste das wieder gut machen und deshalb begann er zu reden und zu erklären, was es mit dem Handy auf sich hatte, warum sie beide hier waren und dass es für ihn ein großartiger Moment sei, weil ein Traum in Erfüllung gegangen war. Die Frau hört zu, erst interessiert, dann erstaunt, vor allem aber neugierig, höchst neugierig. Ob all das wirklich stimmte, was er ihr erzähle? Ob es die Wahrheit war oder ob er sich nur herausreden wolle, um ungeschoren davonzukommen? Besonders hellhörig wurde sie, als er auf das Beispiel Viagra zu sprechen kam.

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