Lustvolle bizarre Welten

Begierde - Teil 7

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Lustvolle bizarre Welten

Lustvolle bizarre Welten

Joana Angelides

Das sind die sexuellen Abenteuer des Journalisten Peter in mehreren Episoden.

Völlig überraschend und ohne Vorwarnung verstrickt sich der Journalist Peter in ein Netz von Drogen und seinen eigenen lüsternen Träumen.
Er flieht aus seiner gewohnten Umgebung, In der Hoffnung diesem peinigenden Laster zu entkommen. Er übernimmt den Auftrag seines Redakteurs, in fernen Ländern zu recherchieren, Berichte darüber zu schicken und gerät doch immer wieder in fast zerstörerische Abgründe, die Venusfalle schnappt erbarmungslos zu

Er stürzt sich in Abenteuer, erliegt seiner unendlichen Lust und Gier nach körperlicher und geistiger Befriedigung und hemmungslosen Sex. Er spürt, wie die Verzweiflung langsam und stetig von ihm Besitz ergreift, was er in Briefen an seinen väterlichen Freund und Mentor zu artikulieren versucht. Es ist ein verzweifelter Versuch, seinem eigenen Gefängnis zu entkommen.

Er ist immer wieder die hilflose Fliege im Netz seines eigenen Sexus.

Es war noch immer stockdunkel und doch raffte ich mich auf, ging hin zur Küchenzeile und machte Kaffee. Das Geräusch der Maschine holte mich ein wenig in die Gegenwart zurück.
Ich lehnte mich an die Türe des Kühlschrankes und schloss die Augen. Diese Nacht war verloren, an Schreiben war nicht zu denken! Ich beschloss am kommenden Vormittag meine Wohnung zu verlassen und einige Einkäufe zu machen, auch um mich abzulenken.

Mein Freund, diesen Brief verfasse ich wieder einmal in einigen Etappen. Es fällt mir immer schwerer, meine Gedanken in dieser Hinsicht niederzuschreiben.

In meinem ersten Brief habe ich Dir geschrieben, dass es sich bei diesem Projekt hier um eine aufgelassene Glasbläserei handelt. Es ist weitläufig und befindet sich am Rande von Wien, sodass die Geschehnisse hier zwangsweise weitgehend unbeobachtet bleiben müssen.
Es sind drei längliche Objekte, die zu ebener Erde jeweils eine Fabrikationshalle haben und der obere Stock, mit weitläufiger Terrasse wurde jeweils zu einem Loft ausgebaut. In dem ersten Objekt mir gegenüber hat sich, wie Du ja schon weißt, Isabella eine Künstlerin eingemietet, die auch die Halle unter mir, also dem zweiten Objekt, für ihre Metallobjekte nutzt. Es sind unheimliche Gebilde, mit ausladenden Armen, die wie schwarze, verbrannte Knochen aussehen, mit angedeutenden Hautfetzen und knollenartigen Verdickungen, mit überlangen Fingern mit Krallen. Riesige Glasaugen sind an allen möglichen Stellen dieser Skulpturen integriert. Unter Drogeneinfluss sieht das beängstigend aus, wie ich selbst am eigenen Leib erfahren konnte. Sie arbeitet mit den Feueröfen, Lötlampen und Hämmern, mit denen sie die glühenden Stücke bearbeitet. Alles ist voller Ruß, staubig und düster.
Zwischen den Objekten gibt es Verbindungsstege, die ich beide, wie du weißt, ja schon überschritten habe.

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