Lydia feiert Weihnachten

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Lydia feiert Weihnachten

Lydia feiert Weihnachten

Anita Isiris

Sam, der ihnen auf dem Schaukelstuhl gegenüber sass, sollte von ihrem Körper nicht mehr mitbekommen als die andern beiden. Gerechtigkeit musste sein, oder?

Er griff sich ein Lachsbrötchen und biss herzhaft hinein. Wenig später zog er völlig unerwartet ein Rosenölfläschen aus seiner Hosentasche und öffnete es. “Eigentlich habe ich die Anwesenheit dieser beiden Herren da nicht erwartet”, sagte er, “aber verdient hast Du die Massage eh”. Mit diesen Worten fasste er nach Lydias linkem Fuss und begann, ihre Ferse zu bearbeiten. “Ich sollte aber nochmals nach dem Braten schauen”, hauchte Lydia und entspannte sich sichtlich. Ihre Füsse fühlten sich äusserst geborgen in des Holzverkäufers Riesenhänden, die so hart zupacken und gleichzeitig so zärtlich sein konnten. Lydias Hemdchen rutschte nach hinten und gab den Blick frei auf ihr klitzekleines Höschen. In fast schon obszöner Weise schmiegte es sich an die prallen Schamlippen; für Sam war Weihnachten jetzt ganz nah. Seine Initiative zündete. So, als hätte der Inhalt eines Dampfkochtopfs schon viel zu lange vor sich hingebrodelt, so, als hätte ein Vulkan genug vom ewigen Lavageblubber, so explodierte jetzt die Lust nicht nur in Lydia, sondern auch in Nino und Reto, die sie links und rechts flankierten. “Zeigst Du uns mal Deinen Bauch, Süsse?” fragte Nino, und Lydia schob mit einem scheuen Lächeln ihr Hemdchen hoch. “Nicht schlecht”, meinte Nino urteilen zu müssen, “nicht schlecht”. Die Atmosphäre war zum Zerreissen gespannt, irgendetwas musste jetzt passieren. “Der Braten...” begann Lydia einen Satz. “Der Braten ist in Deinem Ofen”, konterte Nino und streichelte ihren Bauch, so, als täte er das jeden Tag.

In Reto, der Lydia für seine Geliebte hielt, brodelte Eifersucht. Nur zu gerne wäre er die beiden drögen Typen losgeworden und hätte Lydia ganz alleine vernascht, stundenlang, versteht sich.

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