Lydia und die Eingeborenen

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Lydia und die Eingeborenen

Lydia und die Eingeborenen

Anita Isiris

Dennoch hielt ich mich zurück, wollte nicht der vulgäre Voyeur sein, der in die Nacht hinaus schlich und sich am Reissverschluss des Nachbarzelts zu schaffen machte. Als sich Lydias Stöhnen aber in ein Wimmern verwandelte, dann zu kleinen, spitzen Schreien über ging, hielt ich es nicht mehr aus, pulte mich aus meinem Schlafsack und schlich in die Nacht hinaus. Das hätte ich besser bleiben lassen! Fast zu spät sah ich die Ohren, das Schema einer gigantischen Raubkatze, die sich von Lydias Sexspielen anscheinend angezogen fühlte und zwischen unseren Leichtzelten kauerte. Da war aber nicht nur diese Raubkatze!

Da waren auch mindestens drei mit Macheten ausgestattete Kongolesen, die Lydias Tönen lauschten. Zudem zeichnete sich an der Zeltwand, wie ich unschwer erkennen konnte, ein Schatten ab. Lydia beim Reiten. Nachdem ich mich vom Schreck erholt hatte, den mir die Raubkatze bereitet hatte, bescherte ich mir einen weiteren Orgasmus. Klar mischte sich auch Eifersucht in meine Seele, aber die Erregung nahm Überhand. Man stelle sich vor: Mein blondes Schätzchen, am Rand eines Regenwaldes, splitternackt in einem Leichtzelt am Vögeln. Ihr Mann, eine Raubkatze und mindestens drei mit Macheten ausgestattete Kongolesen als Zeugen!

Beim Frühstück waren wir alle drei nicht besonders redselig, kauten auf unseren Bataten herum, und jeder hing seinen Gedanken nach. Wir beschlossen, das Lager für eine weitere Nacht beizubehalten. Im Grunde war das unvorsichtig, denn wir standen unter Beobachtung und waren im Grunde ein leichtes Opfer, auch für einen simplen Überfall. Wir wuschen uns mit warmem Wasser, wobei es Lydia längst nichts mehr ausmachte, wenn Erhard ihre hübschen kleinen Brüste erspähte. Wir zogen die übliche Morgentoilette durch, sicherten unsere Wertsachen und streiften für den Rest des Tages im Regenwald umher. Erhard hatte umfassende Kenntnisse der lokalen Flora und Fauna und erzählte uns Erstaunliches über Symbiosen ansässiger Pflanzen, das Leben von Termiten und – selten gewordene – Echsen und Giftschlangen.

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