Als Sophie am nächsten Morgen erwachte, saß ihre Stiefschwester Klara bereits neben ihr auf dem Bett. Leicht zurückgelehnt trug sie ein kurzes Seidennachthemd, das offen über ihren üppigen Brüsten hing, als hätte sie es beiläufig übergeworfen. Ihr Blick war ruhig und fokussiert, gerichtet auf das große Panoramafenster.
Sophie folgte ihrem stummen Blick.
Unten am Pool glitt der Kescher gleichmäßig durchs Wasser. Mechanisch, monoton. Doch der Mann, der ihn hielt, arbeitete nicht wirklich. Seine Bewegungen schienen routiniert, fast automatisch, während seine Aufmerksamkeit unübersehbar dem Fenster galt. Genauer gesagt: Klara und Klara wusste es.
Man sah es nicht sofort. Ihr Gesicht blieb neutral, beinahe gedankenverloren. Doch sie hielt die Position, veränderte sie nur minimal, sodass das Licht ihren Körper streifte. Keine auffällige Pose – eher ein bewusstes Verweilen.
Der Mann war durchtrainiert, mit einem kräftigen Oberkörper und dunkler Haut, die in der Morgensonne schimmerte. Er wirkte wie jemand, der harte Arbeit gewohnt war. Doch gerade ruhte er.
Plötzlich wandte Klara den Kopf.
„Du hast mir doch gesagt, wir müssen langsam sparen“, sagte sie ruhig. „Weil dein Erspartes zur Neige geht.“
Sophie nickte. „Ja, seit du hier bist, gebe ich mehr Geld aus als vorher. Versteh das nicht falsch, aber wir sollten vorsichtiger sein.“
„Natürlich“, antwortete Klara fast sanft. Dann deutete sie mit einer kaum wahrnehmbaren Kopfbewegung zum Fenster. „Das ist dein Poolboy?“
„Er kümmert sich schon lange um den Garten und den Pool. Ich habe nach meinem Job kaum Zeit – und jetzt noch weniger.“
Klara schwieg einen Moment, ihr Blick glitt erneut prüfend hinaus.
„Wir könnten uns das sparen“, sagte sie schließlich. „Ein bisschen Organisation, dann schaffen wir das selbst.“
Ihre Stimme war ruhig, fast vernünftig.
Machtspiele mit dem Poolboy
Sophie von Wolfenstein - Teil 6
6 13-21 Minuten 0 Kommentare
Machtspiele mit dem Poolboy
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