„Sie wissen, wer ich bin?”
„Ich kann es mir denken.”
Dann plauderten wir eine Weile bis Wilson sagte: “Nun, wie kann ich Ihnen wirklich danken?”
„Da gäbe es tatsächlich etwas. … Verschaffen sie mir einen Termin bei Mad Max.”
„Was wollen sie dort?“
„Ist was Geschäftliches, kann ich hier nicht sagen.“
„Oooo Kaaaay”. Er zog das Wort in die Länge, brauchte wohl Zeit zum Überlegen, “so ..., so…, was Geschäftliches.” Er musterte meinen Colt im Holster und das am Nachbartisch angelehnte M24-Gewehr, „was Geschäftliches also. - Ich schaue was sich tun lässt. Aber wenn Sie einen Termin bekommen, lassen Sie ihre Waffen zu Hause, die werden ihnen am Eingang von den Wachen sowieso abgenommen.
Unabhängig davon: Seien sie bitte Sonntag mein Gast. ‘The Games’, sollten sie nicht verpassen.“ Er zog einen Block aus der Tasche und schrieb etwas auf einen Zettel.
„Zeigen sie den dort am Eingang vor.“
Ich nahm den gefalteten Zettel entgegen, möglichst cool und steckte ihn ungelesen in meine Tasche. „Danke!”
„Und wegen des Termins, wo kann ich sie erreichen?”
„Hinterlassen sie mir bitte eine Nachricht beim „Silverstar-Ausspann an der Southern Main Street.“
Damit war das Lunch offiziell beendet und ich verließ Familie Wilson, die noch sitzenblieb. Draußen schaute ich auf den Zettel:
‘Der Überbringer ist mein Gast bei den heutigen Games. Wilson.’
Am gleichen Abend, es war Donnerstag, fragte ich noch im Ausschank nach einer Nachricht, aber es war keine angekommen.
Am nächsten Tag mittags erkundigte ich mich erneut und dieses Mal hatte man tatsächlich einen Briefumschlag für mich. Ich öffnete ihn und entnahm einen kleinen Zettel, auf dem nur wenige Worte standen:
‘Heute Abend, 19.00 Uhr. M.M.’
Den Nachmittag verbrachte ich mit Joseph auf dem Balkon. Wir erörterten bei einer kühlen Erdbeer-Limonade eine Flucht- und Befreiungsvariante nach der anderen. Wir waren kreativ, kamen auf die tollsten Ideen, aber nichts schien erfolgversprechend. Bei der derzeitigen Kräftekonstellation mussten wir alles verwerfen. Auf die brachiale Tour würde es nicht gehen, nicht gegen 25 Revolvermänner.
So blieb nur abzuwarten, was das Gespräch mit Mad Max ergeben würde. Ich war gespannt auf diesen Termin. Würde ich für meine Mädchen das Blatt wenden können? Wenn Sie erst einmal in alle Winde verstreut waren, hätte ich keine Chance mehr eine oder alle zu retten. Im Zweifel würde ich nicht mal erfahren, wo sie abgeblieben sind.
Mad Max
Nach dem großen Sterben – Teil 10
43 11-17 Minuten 0 Kommentare
Mad Max
Zugriffe gesamt: 2899
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.