Mad Max

Nach dem großen Sterben – Teil 10

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Reinhard Baer

Was hätten wir uns schon sagen sollen?
Der Zuhälter betrachtete mich argwöhnisch, als wir vom Zimmer die Treppe herunterkommend die Bar betraten. Er besichtigte Chantale rundum auf äußerliche Unversehrtheit, bevor das Schwein ihr in eine Titte kniff und sie damit entließ. Dann schaute er mich an und zeigte mit dem Kopf mürrisch in Richtung Ausgang. Ich durfte also auch gehen!
Ich war noch nicht zur Tür raus, da war die auf einem Barhocker sitzende Chantale in das nächste ‚Verkaufsgespräch‘ verwickelt. Nicht nur Donalds waren lebende Tote, ich schauderte.

Wilson

Als ich wieder ins gleißende Sonnenlicht trat, musste ich mich erst wieder an die Helligkeit gewöhnen. Auf den Bürgersteigen und auf der Fahrbahn war wieder ziemlich viel Geschäftigkeit. Fußgänger und Fahrzeuge kreuzten zuhauf. Ich wollte die Straße überqueren und wartete vorher einen Frachtwagen ab, der bespannt mit vier Pferden mit recht großer Geschwindigkeit von Süden die Mainstreet heraufkam. Da rannte plötzlich neben mir ein kleines Kind, ohne zu schauen auf die Fahrbahn. Ich setzte ihm nach und konnte es im letzten Moment fassen, bevor es unter die großen schweren Räder des hochbeladenen Ungetüms geraten wäre. Ich kam gerade wieder hoch, das schreiende Kind, offenbar ein kleines Mädchen, an der Hand, da kam ein Mann eilig um die Ecke, sah mich da mit dem Kind stehen. Im nächsten Moment schaute ich in die dunkle Öffnung des Laufes eines großkalibrigen silbrig glänzenden Revolvers. Sein grimmig schauender Träger spannte mit einem vernehmlichen Klicken den Hahn.
“Was machst Du da?”
Im gleichen Moment kam eine nach ihrem Kind kreischend gutaussehende Frau um die Ecke. „Amy!!!“
Dahinter noch eine, ebenfalls recht attraktive, junge Lady. Sie hatte einen kleinen Jungen an der Hand. Alle Erwachsenen, auch die Kinder, waren für diese Zeiten und dieses schäbige Endzeit-Nest außergewöhnlich gut gekleidet und herausgeputzt.

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