Magdalena

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Magdalena

Magdalena

Andreas Stehr

Martin rieb sich den Schlaf aus den Augen und blinzelte den Sonnenstrahlen, die durch die Vorhänge an den Fenstern drangen, entgegen. Müde erhob er sich von seinem Matratzenlager und schlürfte langsam ins Bad. Wenig später zog ein angenehmer Geruch von frisch gebrühten Kaffee durchs Zimmer. Auf dem Tablett, das ihm der Zimmerkellner gebracht hatte standen noch ein Ei, Fruchtsaft, ein Korb mit verschiedenen Brotsorten und unterschiedliche Wurstsorten auf einem kleinen silbernen Teller nett angerichtet. Martin trank aber nur den Kaffee und den Fruchtsaft, ging dann wieder ins Bad und duschte. Unter der Dusche überlegte er wie er den Tag verbringen würde, den letzten von seinem Urlaub. Die Seychellen waren schon immer ein Traum von ihm gewesen und nun war er Wirklichkeit geworden. Schnell hatte er sich entschlossen den Tag erst einmal am Strand zu verbringen und so schnappte er sich ein Handtuch, warf es sich über die Schulter und griff sich im Vorbeigehen noch im Vorbeigehen ein paar Scheiben Wurst, die er sich gleich in den Mund schob. Die Sonnenmilch stand immer griffbereit und er schlüpfte jetzt nur noch in seine Badehose, denn der Strand war gleich beim Hotel und so konnte er überflüssige Sache gleich im Zimmer lassen. Langsam ging er dann in Richtung Strand und schon kurze Zeit später lag er auf dem weißen, sehr feinen Sand, der den Strand bedeckte und so weit reichte wie das Auge blicken konnte. Das Wasser lag in einem tiefen Azurblau vor ihm und auf den kleinen Wellen spiegelte sich die Sonne, in kleinen, aufblitzenden, goldenen Punkten, die lustig auf der Oberfläche tanzten. Er lag eine Weile ganz ruhig und atmete tief die salzige Luft ein. Ein leichter Wind überstrich sanft seinen gebräunten Körper und wehte ihm seine blonden Haare in die Stirn. Er setzte sich auf, griff nach dem Sonnenöl und fing an sich sehr sorgfältig und langsam mit der kühlenden Milch einzureiben. Die Sonne brannte heiß vom Himmel und in den Tagen, die er nun schon hier war, war die helle Farbe seiner Haut einer gesunden Bräune gewichen. Durch die Sonnenmilch glänzte sein gut gebauter Körper mit den schmalen Hüften und den breiten Schultern, sie kamen noch deutlicher zu Ausdruck. Seine knappe, hellblaue Badehose bildete einen scharfen Kontrast zu dem intensiven Braun seines Körpers. Er lag eine Weile mit geschlossenen Augen ausgestreckt auf seinem Handtuch als er das Gefühl hatte beobachtete zu werden. Blinzelnd öffnete er einen Spalt weit die Augen und schaute nach rechts und links. Nicht weit von ihm hatte sich eine junge Frau mit angezogenen Beinen auf ihr Handtuch gesetzt und blickte zu ihm herüber. Als sie merkte, dass er sie entdeckt hatte schaute sie schnell in eine andere Richtung. Martin maß sie mit seinen Blicken und was er sah gefiel ihm und er war einem Flirt nicht abgeneigt. Er überlegte wie er sie ganz unbefangen ansprechen könnte und hatte plötzlich eine Idee.
„ Hallo, entschuldigen sie! Könnten sie mir wohl behilflich sein?“ fragte er laut in ihre Richtung und da niemand weiter in der Nähe war fühlte sie sich auch gleich angesprochen.
„ Wie kann ich ihnen denn helfen?“
„ Würden sie wohl so freundlich sein und mir den Rücken einreiben, ich komme da immer so schlecht ran und habe mir schon an einigen Stellen einen Sonnenbrand geholt. Aber erst einmal bin ich froh, dass sie überhaupt deutsch sprechen, ich hatte ganz vergessen, dass das ja hier nicht unbedingt so sein müsste.“ sagte Martin mit einem sehr lieben Lächeln auf den Lippen, dass die schöne Unbekannte auch freundlich erwiderte.
Mit wenigen Schritten war sie Martin und kniete sich neben ihn in den Sand.
„Wollen sie liegen blieben oder sich hinsetzen wenn ich sie einreibe?“ fragte sie und ihre Stimme klang sehr angenehm.
„Ich würde mich gern auf den Bauch drehen.“ sagte Martin.
„Na denn mal los, wo ist die Sonnenmilch?“
Martin reichte ihr die Flasche und legte sich dann auf den Bauch.
„Ich weiß gar nicht wie sie heißen. Ich bin Martin.“
„Ich bin Magdalena und wenn sie wollen können wir auch zum DU übergehen!“
„Gern!“ sagte Martin.
Sie nahm die Flasche und lies Tropfen für Tropfen die Sonnenmilch in Ihre hohle Hand tropfen.
Dann fing sie an die Milch gleichmäßig auf dem Rücken von Martin zu verteilen. Sie strich voll Hingabe über die makellose Haut, strich fester über seine breiten Schultern um dann in der Mitte mit beiden Händen die Wirbelsäule herunterzustreichen.
„Wo hast du so gut deutsch gelernt?“ fragte Martin.
„Ich habe in Deutschland studiert und arbeite jetzt in meiner Heimat als Ärztin für die ärmeren Menschen. Ich habe heute meinen freien Tag und den wollte ich am Meer verbringen!“
„Wenn du nichts dagegen hast können wir ihn gemeinsam verbringen.“ sagte Martin und in seiner Stimme klang etwas Hoffnung mit.
„Warum nicht, vielleicht haben wir Spaß zusammen.“
Dann setzte sich Martin mit einem Ruck auf und fragte:
„Wollen wir an der Strandbar einen Drink nehmen?“
„Gern, aber nur etwas leichtes, bei der Hitze steigt mir Alkohol immer sehr schnell zu Kopf.“
„O.k., lass uns gehen.“
Beide standen auf und hoben ihre Handtücher auf und wendeten sich dann der Bar zu, die nur wenige Meter entfernt war. Magdalena ging ein paar Schritte hinter Martin und weidete sich an seiner perfekten Figur, an dem Spiel seiner Muskeln und an seinem eleganten Gang. An der Bar angekommen bot Martin ihr einen Hocker an und bestellte zwei Martini. Dann wendete er sich Magdalena zu und nahm zum ersten Mal wahr, dass sie sehr hübsch war. Eine samtweiche Haut überzog ein wohlgeformtes Gesicht das von braunen langen Haaren umrangt war. Sein Blick streifte an Ihrem Körper hinunter, blieb unwillkürlich an den straffen, festen Brüsten hängen, die nur spärlich von einem Bikinioberteil bedeckt wurden.
Dann folgte er der leichten Vertiefung bis hin zum Bikinislip, der ebenfalls sehr eng war und über dessen oberen Rand sich zwei, drei schwarze Löckchen frech zeigten. Aber nicht nur er schaute immer begierlicher zu den erotischen Bereichen ihres wunderschönen Körpers. Auch sie war mit ihrem Blick bei der sehr knappen, hellblauen Badehose angekommen und die starke Wölbung verriet, dass die Natur auch bei seiner Männlichkeit nicht gespart hatte. Beide fingen die Blicke des Anderen auf und schauten sich dann in die Augen. Keiner sagte ein Wort. Martin zog aus dem oberen Rand seiner Badehose einen Geldschein, warf ihn auf die Theke, nahm Magdalena bei der Hand und zog sie sanft von dem Hocker. Sie ließ es willenlos geschehen, ihren Blick immer noch in seinen strahlend blauen Augen vergraben.
Schweigend gingen sie dem Hotel zu und schon bald standen sie in Martins Zimmer und küssten sich heftig und leidenschaftlich. Mit ruhigen Händen öffnete Martin den Verschluss am Bikinioberteil und tastete sich dann langsam zu ihren festen Brüsten vor die Erregung verrieten. Magdalena krallte sich fest in Martins Rücken und strich dann langsam bis zum Beginn der Badehose hinunter. Sie fühlte sein festes Gesäß und glitt nun nach vorn in Richtung der Wölbung, die nun schon um ein beträchtliches Maß gewachsen war. Sie griff an beide Seiten der Hose und streifte sie langsam herunter. Gleich darauf spürte Magdalena seine große, harte Männlichkeit zwischen ihren warmen Schenkeln. Aber die Hitze seines Luststabes übertraf die ihres Körpers noch bei weitem und seine beiden Liebeskugeln zuckten sacht in ihrer Hand. Wenig später lagen beide fest umschlugen auf dem Bett und nur das leise Stöhnen von ihr bei jedem Stoss von ihm durchbrach die Stille des Zimmers.
Beide lagen erschöpft und mit Schweiß überströmt auf dem Bett und ließen die letzten Stunden in ihrer Erinnerung noch einmal vorbeiziehen.
Martin schlief ein, Magdalena erhob sich und ging ins Bad um sich zu duschen. Auf dem Weg ins Bad streifte ihr Blick den Schreibtisch auf dem Martins Brieftasche lag aus der mehrere Dollarscheine ragten. Sie blieb stehen und schaute sich scheu nach Martin um, der tief atmend auf dem Bett lag und im Schlaf ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen hatte. Sie riss den Blick von ihm los, griff nach der Brieftasche, zog die Geldscheine heraus, schnappte nach ihren Sachen und wollte gerade zur Tür, als hinter ihr Martin sagte:
„Das hättest du dir sparen können. Du glaubst doch nicht, dass ich so achtlos mit meinem Geld umgehen würde. Es ist Geld der Regierung und ich bin Polizeibeamter von Interpol. Wir haben dich schon länger im Visier, uns haben nur die Beweise gefehlt. Vor der Tür steht ein Beamter falls du versuchst zu fliehen.“
Erschrocken hatte sie sich umgeschaut und glaubte nicht was sie hörte. Martin war aufgestanden und hatte sich nun aus dem Schrank eine Jeans und ein Hemd gefischt. Dann nahm er aus der Gesäßtasche eine Brieftasche und öffnete sie. Er entnahm ihr eine kleine Klappkarte, öffnete sie und hielt sie Magdalena unter die Nase.
„Sie sind vorläufig festgenommen. Sie werden des Beischlafdiebstahls in achtundzwanzig Fällen beschuldigt!“ sagte Martin und öffnete dabei die Zimmertür und winkte den Beamten herein, der vor der Tür Posten bezogen hatte.
„Festnehmen!“ sagte er zu ihm und zu Magdalena gewandt „Aber glaubt mir, es war schön!“

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