Sylvies Respekt vor dem Rohrstock sollte nach diesem Erlebnis riesengroß sein. Kathrin hoffte sehr, dass der Lerneffekt länger anhielt.
Es zeigte sich tatsächlich ein gewisser Erfolg. Sylvie saß stundenlang über ihren Lehrbüchern, obwohl ihr das nicht gerade leichtfiel. Da sie starke Schmerzen plagten, besorgte Kathrin ein spezielles Sitzkissen aus einem medizinischen Fachgeschäft. Die mittige Aussparung, die an einen Schwimmring erinnerte, erlaubte es Sylvie, einigermaßen schmerzfrei zu sitzen. Kathrin musste schmunzeln, als sie ihre Tochter auf diesem Ding thronen sah. Sylvie verzichtete in dieser Zeit auf ein Höschen unter ihrem Schulrock. Sie fand, dass es bedeutend bequemer sei, solange sie von den Striemen geplagt wurde. Kathrin versorgte die Wunden jeden Abend. Da Sylvie so fleißig lernte, tat die Mama ihr gerne diesen Gefallen. Sylvie schloss die Augen, wenn Kathrin ihren Popo pflegte. Sie dachte dann an David, den sie ins Herz geschlossen hatte. Momentan wollte sie ihn aber nicht sehen, was verständliche Gründe hatte. Selbst nach einer Woche konnte man noch starke Spuren der Rohrstockzüchtigung sehen. Sylvie betrachtete ihren Popo regelmäßig vor dem Badezimmerspiegel, wobei sie sich auf einen Klapptritt stellte. Sie reckte dem Spiegel den blanken Po entgegen, um das nur sehr langsame Verblassen der parallelen Linien studieren zu können. Ebenso faszinierte Sylvie die wechselnden Farben, welche die natürliche, zarte Bronzefarbe ihres Popos in einen schillernden Regenbogen verwandelten. Wäre es nur um dieses Farbenspiel gegangen, hätte Sylvie womöglich einen weiteren Arschvoll in Kauf genommen. Da waren aber auch die Schmerzen, deren Heftigkeit sie davon abhielten, ihre Mama aufs Neue zu provozieren. Die fachbezogene Fortbildung sollte bald beginnen, von deren Erfolg Sylvies berufliche Zukunft abhing. Sie mochte ihre Arbeit in Dr. Beyers Praxis, aber der Job in der Rehabilitationsklinik eröffnete ihr ganz andere Perspektiven. Sylvie rückte das Kissen zurecht, um sich dann wieder an den Schreibtisch zu setzen. Sie schlug das Buch auf, das sie in die Geheimnisse der menschlichen Knochen einweihen sollte. Während Sylvie über den Büchern grübelte, erstand Kathrin ein neues Instrument. Es kam per Post. Kathrin lächelte, als sie durch den Spion sah, wie der junge Bote das kleine Päckchen vor die Tür stellte. Als er die Treppe hinabstieg, nahm sie es an sich. Kathrin öffnete es in der Küche. Sie bewunderte das schöne Stück, das nicht gerade billig gewesen war. Ihre Hand strich über das feine Leder der schottischen Tawse. Sie würde auf Sylvie aufpassen, damit sie ihre Ziele erreichen konnte. Die zweifingrige Tawse würde ihr dabei wertvolle Dienste leisten. Kathrin lächelte zufrieden, als sie die Tawse in ihrem Schrank versteckte. Sie würde sie bei Bedarf hervorholen. Kathrin blickte durch den offenen Türspalt. Sylvie schien konzentriert zu arbeiten, worauf Kathrin sehr stolz war. Sie würde Sorge tragen, dass der Ehrgeiz ihrer Tochter keinen Dämpfer erlitt. Die Mama war überzeugt, für diese Aufgabe bestens gerüstet zu sein.
Mamas Lektion
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