Man hilft sich eben mal

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Man hilft sich eben mal

Man hilft sich eben mal

Emil Lorenz

Mit der anderen Hand zog sie eine der Bettdecken wieder herauf und warf sie über uns beide.
„Wie ist es nun?“, fing sie plötzlich wieder an. „Wäre das in Ordnung?“
Ich grinste etwas verkniffen und sah sie an: „Du meinst mit dem harten Schwanz und dem Lecken?“
Sie nickte eifrig. Ihre Augen waren erwartungsvoll weit aufgerissen. Dann allerdings lachte sie herzlich, als ich mit einer Antwort zu lange brauchte.
„Das war nur ein Scherz.“ Stellte sie klar. „Obwohl?“ Sie ließ die Frage stehen. Ich sah ihr aber an, dass sie es nicht ernst meinte. Aber wenn ich darüber nachdachte. Es wäre eigentlich in Ordnung, wenn eine Frau sich das wünschen würde. Wenn ihr Mann keinen mehr hochbekommt, kann das doch nicht das Ende aller Freude für die Frau bedeuten.
„Ja“, sagte ich leise, „ja, ich würde es machen. Ich würde es machen, weil es dir zusteht.“
Kirsten sah mich mit großen Augen an. Sie nickte anerkennend.
„Schade, dass wir uns 40 Jahre zu spät kennengelernt haben. Du wärest mein Typ gewesen.“
„Allerdings“, schränkte ich meine Aussage etwas ein, „man könnte natürlich auch gemeinsam erst einmal versuchen, das Problem in den Griff zu kriegen. Vielleicht ist es ja kein körperlicher Mangel. Vielleicht ist es nur Kopfsache, wie man so schön sagt.“
Kirsten lächelte wieder. „Ja, ja, Kopfsache.“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Viele Männer nehmen das immer als Ausrede. Weil in ihrem Kopf was nicht stimmt, müssen sie ihre Schwänze in andere Frauen stecken, weil das ihrer Seele oder ihrem Kopf dann besser tut.“
„Meinst du mich damit?“, fragte ich erstaunt.
Sie schüttelte wieder den Kopf und grinste. „Nein, du hattest keine Chance. In dem Moment, als du mit hierhergefahren bist, warst du geliefert. Den Mann gibt es nicht, der dann einfach geht.“ Sie sah mich an.
„Aber ich glaube, bei uns geht es wirklich um Sex.

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