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Wie sich herausstellte, frühstückte er allein. Keine Kathrin! Als er sie später am Pool traf, reagierte sie kühl. Nöö, sie hätte schon früher Hunger gehabt, außerdem hätte sie inzwischen herausgefunden, dass er gar nicht Jürgen hieße, was das denn solle? Und wenn er‘s genau wissen wolle, sie hätte einfach mal wieder jemanden so richtig abreiten wollen.
‚Abreiten wollen‘, das waren genau ihre Worte. Markus schluckte, das war ihm noch nie passiert, dass er ‚benutzt‘ worden war, einfach so … und dann weggeworfen wie ein nasser Lappen.
DAS stachelte seinen Ehrgeiz unfassbar an.
Sich die nächste Perle zu schnappen? Das war keine Option! Er wollte sie erneut, dafür war sie einfach zu gut gewesen. Wenn er so über die Nacht nachdachte ...
Kathrin war mit einem guten Restaurant zu vergleichen. Die Speisekarte kurz, die dargereichten Gerichte aber dafür umso besser. Kathrin hatte wenig Variation zugelassen. Sie hatte das Sagen gehabt und alles auf ihre Muschi reduziert. Nichts mit dem Mund, nichts mit der Hand und Schokostübchen schon mal gar nicht. Nicht mal die Titten hatten zu einem Tittenfick geladen, obwohl das mit den Mordsdingern sicher hervorragend ging.
Zurück blieben jede Menge Fantasien und Neugier, ob sie all diese Werkzeuge wohl ähnlich fantastisch einzusetzen würde wie ihre Möse. Und so machte er ihr in den nächsten Tagen heftigst den Hof, entschuldigte sich, zeigte ihr als vertrauensbildende Maßnahme seinen Perso …
Kurz: er balzte, was das Zeug hielt. Und tatsächlich, am letzten Abend vor der Abfahrt erhörte sie ihn. Die Nacht wurde mindestens genauso spektakulär wie die erste. Gäbe es die olympische Disziplin des ‚Kunstfickens‘, er hätte sie dafür angemeldet.
Er war ihr inzwischen längst verfallen und nahm sehr gefasst zur Kenntnis, dass ihr Name nicht Kathrin war.
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Einige Monate nach dem Madeira-Urlaub heirateten sie. Er war eigens umgezogen. Für ihn als Freiberufler in der DV-Beratungsbranche kein Problem.
Am Morgen vor dem Standesamt nahm Svenja noch mal ihr Tagebuch zur Hand. Versonnen lächelnd blätterte sie zu dem Tag zurück, an dem sie Markus das erste Mal gesehen hatte und sich gleich in ihn verliebte.
14.Sept. mittags
„Beim Mittagessen einen interessanten Mann gesehen, anscheinend solo. Es war nicht zu übersehen, dass er Beute machen will, aber ich saß schräg hinter ihm, er hat mich nicht gesehen. Heute Abend wollen wir doch mal schauen, ob das Reh dem Jäger auflauern kann.“
14. Sept. abends
„Frau muss auch mal Glück haben. Da sitzt er doch allein an einem Tisch und nur noch zwei weitere Tische frei. Ich habe mich so lange im Hintergrund gehalten bis diese besetzt waren und mich dann „suchend“ in seiner Nähe gezeigt. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Er, Jürgen heißt er, ist eloquent und charmant, was will man mehr!“
16. Sept. nachts
„Gemeinsam zu Abend gegessen, dann grandiosen Sex gehabt. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass er nichts Festes sucht, - ich schon!
Ich habe das einzig vernünftige gemacht, was man da tun kann, ich habe mich rar gemacht, sehr rar! Schau‘n wir Mal!“
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