Mittwochabend, mit schleppenden Schritten strebte ich der griechischen Gaststätte zu. Sandra arbeitete in der Wohnung weiter und Rosi wollte ihr zur Hand gehen, auch wenn ihr das nicht so lag. War das schon ein Grund, warum ich lieber zu Hause geblieben wäre, um mit den Frauen zusammen zu sein, so wog der andere noch schwerer. Ich wusste nicht, wie ich an die Sache herangehen sollte, wie ich Thomas begegnen sollte.
Aber ich hatte zugesagt, nun musste ich durch. Thomas war schon da und machte ein Gesicht wie ein Bullenbeißer, den man auf den Schwanz getreten hatte. Ein Glas Bier schien er schon geleert zu haben, denn es wurde gerade gegen ein volles ausgetauscht.
Ein kurzes Hallo folgte, bei dem er mir einen Blick zuwarf, der mich an Flucht denken ließ.
„Hast du sie auch gefickt?“, war das Erste, was er mir knurrend an den Kopf warf.
„Waaas? Wie kommst du denn darauf?“
„Du scheinst ja bestens informiert und das kommt doch nicht von ungefähr“, fauchte er immer noch ungehalten.
„Melle hat sich Rosi anvertraut und sie um Hilfe gebeten. Naja und Rosi hat mich halt gefragt, ob ich nicht mal mit dir reden könnte“, versuchte ich es immer noch in ruhigem Ton.
„Ach, und wieso redet meine Ehehure mit deiner Frau über unsere Probleme und bringt dann auch noch dich ins Spiel? Hat sie vielleicht auch Details preisgegeben, wie sie sich von anderen Männern für Geld hat ficken lassen?“, antwortete er in immer noch gleichem Tonfall.
„Jetzt reicht’s Thomas! Willst du reden, dann komm runter, wenn nicht geh ich wieder und lass dich in deinem Selbstmitleid ertrinken“, wies ich ihn zurecht.
Es war, als hätte es genau dieser Worte bedurft. Thomas machte eine resignierende Handbewegung, nahm einen großen Schluck aus seinem Bierglas und fragte:
„Und, wie willst du mir da helfen? Du hast doch keine Ahnung, wie das ist, wenn man mit so was konfrontiert wird.“
„Vielleicht doch ein bisschen, auch wenn es bei mir und Rosi anders läuft.
Männergespräch
Je oller umso doller - Teil 35
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